– Stimmen die Berechnungen des Event-Architekten Max Mack, so überragt der künftige Verbrauchermarkt in unmittelbarer Nähe des Triberger Boulevards auf einer Länge von 22 Meterm mit einer vier Meter hohen, fensterlosen Betonwand den Boden. Die geplante Architektur wird nach der Ansicht des Diplom-Ingenieurs Form und Gestalt der jetzigen Tiefgaragenwand weiter zum Wasserfall hin einfach nur verlängern.
Dass die zumindest derzeit alles andere als einen schönen Anblick bietet, kann ernsthaft ein vernünftiger Mensch kaum behaupten.
Nach den bisher der Öffentlichkeit von der Stadt präsentierten Plänen aber scheint der geplante neue Vollversorgermarkt vom oberen Boulevard aus gesehen fast gänzlich im Erdreich zu verschwinden. Ein Argument, das die Triberger Stadträte überzeugte, so dass sie einhellig der bisherigen Markt-Planung zustimmten. Diplom-Architekt Max Mack bekam vom Schönwälder Bürgermeister Hans-Georg Schmidt die bisher präsentierten Pläne ausgehändigt und wurde „von einem Privatmann“ – dessen Namen er nicht preisgeben darf – beauftragt, die vorgelegten Planungen zu überprüfen.
Der Event-Architekt hält es für für „keinen Zufall“, dass der Öffentlichkeit bisher nicht eine einzige Zeichnung vorgelegt worden ist, die den geplanten Vollversorgermarkt aus der Sicht eines am Boulevard schlendernden Touristen zeigt.
Der Boulevard liegt nach seinen Messsungen drei Meter tiefer als die Kreuzstraße. Selbst an der höchsten Geländehöhe rage das Gebäude immer noch fast vier Meter aus dem Gelände heraus. Hier von einem „Untergeschoss“ zu sprechen sei schlicht ein Witz, sagt Max Mack.
Im Bereich des für den Markt geplanten Trockenlagers liege sogar eine zweifache Geschossigkeit vor. Die mittlere herausragende Geschosshöhe in diesem oberen Bereich, betrage neun Meter und sei bis zu elf Meter hoch, erläuterte Mack gestern gegenüber der Presse.
Eine 22 Meter lange, fensterlose Wand sei aber nichts anderes als ein „Schandfleck, der vielleicht in ein Industriegebiet, nicht aber in die unmittelbare Nähe des Wasserfalls“ passe. Bei einem der bisher vorgelegten Pläne will Mack „falsche Geländeretouchierungen“ aufgedeckt haben. „Warum der Architekt den Höhenverlauf zum Boulevard, das Hauptkriterium einer Beurteilung, in keinem Plan dargestellt hat, ist für mich nicht nachvollziehbar“, betont er.
Der Architekt, der nachweislich auch im Europa-Park Rust Bauwerke planen und ausführen durfte, ist „absolut empört“ darüber, wie er in der gemeinsamen Sitzung der Gemeinderatsgremien von Triberg, Schonach und Schönwald am 16. Januar von Bürgermeister Gallus Strobel „verunglimpft“ worden wäre.
Der Fall sei so von Strobel den Räten so dargestellt worden, als habe ein wichtiger Geschäftsmann über ihn Inkompetenz geäußert. Mack hat bei dem Mann nachgehakt: Eine derartige Äußerung sei nie gefallen. Ziel von Gallus Strobels Verbalattacke sei gewesen, „meine Kompetenz als Fachmann zu untergraben“ sagt Max Mack.
Nun hat konstruktive Kritik durchaus auch eine ...