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Titisee-Neustadt Hotelbrand: Ursache noch völlig unklar

29.12.2011
Titisee-Neustadt -  Noch völlig unklar ist derzeit die Ursache des Feuers, das am Dienstagabend in einem Zimmer des Traditionshotels Bären in Titisee ausbrach und das historische Gebäude verwüstete. 80 Gäste wurden von den Rettungskräften evakuiert, fünf Personen wurden verletzt.

Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Löffingen sind am Mittwochvormittag noch mit ihrer Drehleiter im Einsatz und löschen von oben Glutnester im ausgebrannten Dachgeschoss des Hotels Bären.  Bild: Gerold Bächle

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Noch völlig unklar ist derzeit die Ursache des Feuers, das am Dienstagabend in einem Zimmer des Traditionshotels Bären in Titisee ausbrach und das historische Gebäude verwüstete. 80 Gäste wurden von den Rettungskräften evakuiert, fünf Personen wurden verletzt. Feuer und Löschwasser haben den gesamten Gebäudekomplex zerstört, der Schaden beträgt laut Clemens Winkler vom Polizeirevier Titisee-Neustadt mehrere Millionen Euro. Wie bereits berichtet, rief ein Großalarm am Dienstagabend um 21 Uhr rund 200 Feuerwehrleute und zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei und des DRK zur Brandstelle. „Der Brand entstand wohl in einem Zimmer im Altbau im ersten Obergeschoss“, informierte Titisee-Neustadts Feuerwehrkommandant Gotthart Benitz. Einige Gäste wurden mit der Drehleiter aus dem brennenden Obergeschoss gerettet.

„Als die Feuerwehren aus Titisee, Neustadt, Löffingen, Hinterzarten, Feldberg, Kirchzarten und Freiburg am Einsatzort ankamen, loderten die Flammen aus den Fenstern von drei Gästezimmern“, schilderte gestern stellvertretend Einsatzleiter Axel Fehrenbach von der Feuerwehr Löffingen. Trotz des schnellen Einsatzes konnte ein Übergreifen des Feuers ins dritte Obergeschoss aufgrund der Holzbauweise nicht verhindert werden. Das Feuer fraß sich unter den Verkleidungen und den Holzdecken in den Altbau über. Die Gefahr für die Einsatzkräfte, so Kreisbrandmeister Alexander Widmaier, sei sehr groß gewesen. Um die Wehrmänner nicht zu gefährden, musste bald vom Innenangriff auf den Außenangriff umgestellt werden. Gleichzeitig wurde eine Löschwasserriegelstellung aufgebaut, um die angrenzenden Häuser vor den Flammen zu schützen.

Feuewehren leisten Maximales Wichtige Einsatzfahrzeuge waren die Drehleitern aus Neustadt und Löffingen. „Allerdings gab es gegen 1 Uhr technische Probleme mit der Neustädter Drehleiter“, informierte Benitz. „Der Ausfall von rund zwölf Minuten wurde zusätzlich durch die Anforderung der Drehleiter aus Kirchzarten kompensiert“, erklärte Kreisbrandmeister Alexander Widmaier. Die Feuerwehren hätten Maximales geleistet. Vor allem lobte er die optimale Zusammenarbeit zwischen Polizei, Feuerwehren, Rettungsdienst und den Notärzten. Eine gemeinsame Einsatzleitung wurde neben dem Verpflegungs- und Aufwärmzelt eingerichtet. Mit der herrschenden Eiseskälte und dem gefrorenen Boden hatten die Einsatzkräfte zu kämpfen.

Dieter Brodmann vom DRK-Kreisverband Freiburg berichtete über den Einsatz mehrere Rettungswagen, des leitenden Notarztes und den beiden Notärzten vor Ort. Im Kurhaus wurde eine Notunterkunft vorsorglich eingerichtet. Insgesamt mussten fünf Verletzte, drei wegen Rauchgas und zwei wegen chirurgischer Verletzungen in die Krankenhäuser eingeliefert werden. Wie Bürgermeister Armin Hinterseh erklärte, galt die große Sorge den Bediensteten und 80 Gästen des Hotels. Alle Gäste waren bis 1.30 Uhr in anderen Hotels untergebracht. Die Touristinformation ist derzeit noch weiter beschäftigt, die Personen auf Dauer unterzubringen.

Bei einem Pressegespräch der Polizeidirektion Freiburg wurde die erste Vermutung, dass ein Fernseher den Brand ausgelöst haben könnte, nicht bestätigt. Polizeihauptkommissar Clemens Winkler informierte, dass nach der Beschlagnahmung des Brandplatzes derzeit Brandermittler, Kriminaltechniker und ein Brandsachverständiger im Auftrag der Staatsanwalt im Einsatz sind. Derzeit gäbe es keine konkreten Anhaltspunkte für die Brandursache.

Um 3.20 Uhr war das Feuer gelöscht. Dies bedeutet allerdings für die Löffinger Wehr mit der Drehleiter keineswegs die Heimreise anzutreten. Axel Fehrenbach und sein zwölfköpfiges Team versuchten am Mittwoch um die Mittagszeit mit der Drehleiter und mit schwerem Atemschutz die Brandnester über dem Dach zu löschen. Per Wärmebildkamera wurden zusätzlich die noch bestehenden Brandnester aufgestöbert. Das DRK Titisee-Neustadt übernahm die Verpflegung der Einsatzkräfte in dem aufgebauten Zelt. Beschädigt wurden teilweise auch die parkenden Fahrzeuge auf dem Parkplatz des Hotels. Im Laufe des gestrigen Tages konnten Hotelgäste, welche im Gästehaus untergebracht waren, in Begleitung von Feuerwehrleuten ihre Habseligkeiten aus den Zimmern abholen.

„Die Stadt Titisee-Neustadt wird auch weiterhin zusammen mit der Polizei als Anlaufstelle für die Brandgeschädigten zur Verfügung stehen“, sagte Bürgermeister Armin Hinterseh.


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Feuer im Traditionshotel Bären - 74 Gäste evakuiert - Millionenschaden - 4 Verletzte
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