Beim Besuch des Schramberger Oberbürgermeisters Thomas Herzog kündigt das Tennenbronner Unternehmen
Um sich ein möglichst genaues Bild von der Wirtschaftskraft in der Region zu machen, ist Schrambergs Oberbürgermeister Thomas Herzog derzeit viel unterwegs. Zusammen mit Wirtschaftsförderer Uwe Weiss besucht er zwei Firmen pro Woche. Gestern war Herzog bei dem Tennenbronner Drehteile-Hersteller Bruker + Günter.
Mit derzeit 125 Mitarbeitern ist Bruker + Günter ein mittelgroßer Arbeitgeber in Tennenbronn. Bald könnte das Unternehmen zu den großen Arbeitgebern gehören. „Wir platzen aus allen Nähten und werden in diesem Jahr unsere Produktionsfläche erweitern“, kündigte Geschäftsführer Friedrich Scherzinger an. Geplant ist ein Anbau an die Produktionshalle von 1000 Quadratmetern Grundfläche. Das zweistöckige Gebäude wird auf einen Schlag 2000 Quadratmeter neue Produktionsfläche bieten. „Und natürlich werden wir dann auch etliche neue Arbeitsplätze schaffen“, sagte Scherzinger.
Die Erweiterung der Produktionsfläche sei auch ein Signal, dass das Unternehmen gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgegangen ist. „Uns hat es sehr stark getroffen, wir hatten 30 Prozent Umsatzrückgang“, berichtete Friedrich Scherzinger. Im Krisenjahr 2009 ging der Umsatz nach den konjunkturellen Hochjahren 2007 und 2008 auf rund 7,5 Millionen Euro zurück. Doch die Krise scheint bewältigt. So peilt das 1964 gegründete Tennenbronner Unternehmen für das laufende Jahr wieder einen Umsatz von 15,6 Millionen Euro an.
Mit dieser Prognose sind Thomas Herzog und Uwe Weiss mehr als zufrieden: „Tennenbronn hat im gewerblichen Bereich einen ordentlichen Besatz. Und Nachrichten von geplanten Vergrößerungen sind natürlich positiv.“
Ohne die Präzisionsteile des Tennenbronner Unternehmens würde sich kaum ein technisches Teil bewegen. Bruker + Günter ist Zulieferer für Baugruppen, die sich in modernen Autos ebenso finden wie etwa in Kettensägen und Waschmaschinen. „Wir verarbeiten praktisch alles außer Kunststoff“, erklärte Geschäftsführer Friedrich Scherzinger im Gespräch mit dem Oberbürgermeister. Der Rohmaterial-Verbrauch spricht Bände: 400 Tonnen Edelstahl, 300 Tonnen Stahl, 150 Tonnen Aluminium und 80 Tonnen Messing verarbeitet das Unternehmen jährlich zu Bauteilen und Baugruppen.