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Tennenbronn Der Tennenbronner Kappelgeist feiert den 30. Geburtstag

Narrengilde Pfrieme-Stumpe freut sich auf eine kurze, aber intensive Saison.

Die Narrengilde Pfrieme-Stumpe hat dieses Jahr einen besonderen Grund zu feiern. Die Symbolgestalt Kappelgeist wird 30 Jahre alt. Das alleine ist schon Grund genug, für diese Figur am Samstag, 6. Februar, ab 19.30 Uhr die Geisternacht auszurichten.

Doch zuvor hatten die Mitglieder der Narrengilde noch einige Weichen zu stellen. In der Aktivenversammlung wurde die bevorstehende Fasnet besprochen. Nachdem die diesjährige Fasnet recht kurz ausfallen wird, verzichtet die Narrengilde auf den Gildeball. „Es ist zu gedrängt“, sagte Gildemeisterin Helga Wölk.

Das Wissen darum, dass sie sich auf die Narrenschar verlassen kann, gibt ihr das nötige Durchstehvermögen, um die Gilde über das ganze Jahr hindurch zu führen. Nicht nur im Gilderat, sondern auch bei den Mitgliedern findet Wölk die notwendige Unterstützung.

Entsprechend dem Brauch der alemannischen Fasnacht beginnt die fünfte Jahreszeit am Dreikönigstag mit dem Abstauben der abgelegten Narrenkleider des Vorjahres. Dieses Ritual ist ein besonderes. Ehrfurchtsvoll und in gereimten Versen beschrieb Gildemeisterin Helga Wölk den Vorgang. Und es kam allerhand „Verstaubtes“ zum Vorschein. Natürlich durften hierbei die Kommentare von Seiten der Mitglieder nicht fehlen.

Nach und nach zogen Helga Wölk und der zweite Vorsitzende Volker Lehmann die Utensilien der Pfrieme-Stumpe aus der großen Kiste. Mit Sorgfalt wurde die Prieme-Stumpe-Larve abgestaubt. danach das Häs und sogleich wurde der Kappelgeist aus der Truhe gezogen. Seine Maske mit dem freundlichen Gesichtsausdruck wurde entstaubt und auch das Lindenwieble, die jüngste der Pfrieme-Stumpe Narrenfiguren, musste das Prozedere über sich ergehen lassen.

Der Virus der fünften Jahreszeit ergriff sogleich die Mitglieder. Denn zum Tennenbronner Narrenmarsch stürmten die Narrenfiguren der Pfrieme-Stumpe den Raum. Zugleich lieferten die Kappelgeister eine Kostprobe ihres schelmischen Treibens ab. So manchem Anwesenden wurde liebevoll mit dem zuvor in Parfüm getränkten Schweif durch die Haare und das Gesicht gefahren. So wurde gleich Bekanntschaft mit dem Duft der Tennenbronner Fasnet geschlossen.

Als nächste Aktion steht das Setzen des Narrenbaumes am Samstag, 16. Januar, um 15 Uhr an. Danach folgt die Teilnahme am Rolletag auf dem Hardt, der am 31. Januar ab 19 Uhr stattfindet. Am Schmotzige Dunschtig, am 4. Februar, gilt die ganze Aufmerksamkeit der Erstürmung der Schule und der Schlüsselübergaben vor dem Rathaus mit der Entmachtung von Ortsvorsteher Klaus Köser. Am Sonntag, 7. Januar, findet ab 13.30 Uhr der Umzug der Fasnachtsgruppen durch das Dorf statt, mit anschließendem Narrentreiben in der Festhalle und im Dorf.


Die Narrengilde

Narrengilde
Am 24. November 1972 wurde die Narrengilde Pfrieme-Stumpe als älteste der Tennenbronner Narrenzünfte gegründet. Mit der Figur der Pfrieme-Stumpe fand die Gilde schnell Zulauf. Als 1986 der Kappelgeist hinzu kam wuchs auch die Zahl der Hästräger. Das 2000 vorgestellte Linden-wieble, von dem böse Zungen behaupten, sie hätte mit dem Teufel Karten gespielt, ist die jüngste Fasnetfigur der Pfrieme-Stumpe. Mit der Showtanzgruppe one2step steht eine weitere Bereicherung parat. (wm)

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