Hinein in die Narrenkostüme und ab ins siebenwöchige Fasnetgetümmel, heißt es in St. Georgen bald wieder: Am Freitag, 6. Januar, startet die Närrische Bürgerwehr in Peterzell die Fastnetzeit.
Termine im Überblick
Um 15.30 Uhr weckt die Narrenschar mit Glöckchen und Guggenmusik den Engelegoascht. Traditionell treibt sie die Peterzeller Fasnachtsfigur am Dreikönigstag mit viel Getöse aus dem Dickicht und Gestrüpp im Gewann Engele. Im Anschluss geht es ab 16.30 Uhr in der Sängerhalle in Peterzell bei einer Engele-Goascht-Wake-Up-Party rund.
Die Narrengilde Pfrieme-Stumpe Tennenbronn zieht nach und feiert die Narrenzeit am Samstag, 4. Februar, um 18.30 Uhr mit einem Zunftball und am Sonntag, 5. Februar, um 13 Uhr mit einem Umzug. Beim Hexenball der Nesthexen St. Georgen am Samstag, 11. Februar, wird es gruselig. Rocky Horror Picture Show ist das Motto des Balls, bei dem es traditionell vor großen, krummen Nasen, Warzen, struppigen Haaren und Hexenbesen nur so wimmelt.
Wimmeln wird es auch am Donnerstag, 16. Februar, in der St. Georgener Stadthalle. Nicht vor Warzen und Besen, sondern vor Schülern, die um 9.45 Uhr die Stadthalle stürmen. Am gleichen Tag startet um 13.30 Uhr der Kinderumzug in der Gerwigstraße, der später in den Kinderball in der Stadthalle übergeht.
Gestürmt wird an diesem Tag aber nicht nur die Stadthalle. Während der Kinderball dort noch in vollem Gange ist, erobern die Narren um 17 Uhr das Rathaus, danach herrscht auf dem Marktplatz fröhliches Narrentreiben.
Ein Höhepunkt der Fasnetzeit ist der Bürgerwehrball der Bürgerwehr Peterzell. Am Samstag, 18. Februar, geht es unter dem Motto „Im antiken Rom“ um 20.01 Uhr in der Mehrzweckhalle in Peterzell los mit Tanz und Gesang. Fasnetbegeisterte, die einen Tag später ein weiteres, großes Narrenereignis in St. Georgen nicht verpassen wollen, sollten beim Bürgerwehrball aber nicht zu heftig feiern. Denn am Sonntag, 19. Februar, beginnt um 14 Uhr der große Fasnetumzug der Narrenzunft St. Georgen.
Dass der Umzug und die Feier in diesem Jahr zum zweiten Mal an einem Sonntag und nicht am Rosenmontag stattfinden, hat einen bestimmten Grund, sagt der Vorsitzende der Narrenzunft, Eric Sprich. „Viele müssen über Fasnet ganz normal arbeiten und haben montags deshalb keine Zeit.“ Das habe zur Folge, dass nur wenige beim Umzug mitlaufen würden und bei der Feier danach nicht genug Helfer da seien, um die anderen Zünfte zu bedienen. Und das ist Voraussetzung, sagt Erich Sprich. Obwohl bisher nur zwölf bis dreizehn Narrengruppen der 600 Eingeladenen zugesagt hätten. „Das ist ein Zehntel der Teilnehmergruppen im vergangenen Jahr“, sagt Erich Sprich.
Den Grund für den Rückgang vermutet er in dem Termin. „Viele Zünfte sind über die Fasnetstage schon verplant.“ Erich Sprich erwartet zu dem Umzug und der Feier 300 bis 400 Narren. „Das sind für die Tiefgarage, in der die Party im vergangenen Jahr stieg, zu wenige“, sagt der Zunftmeister. Deshalb findet sie in diesem Jahr bei Musik, Essen und Trinken in der Stadthalle statt.
Ende der Narretei ist am Aschermittwoch, 22. Februar. In St. Georgen gibt es einen Tag zuvor die Fasnetsverbrennung. Dabei verabschieden sich Narren um 19 Uhr an der Roßbergstraße und am Marktplatz von der Fasnetzeit und können sich erstmal vom Feiern erholen.