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St. Georgen „Siehdichfür“ als Warnung an Reisende

Gewanne in und um St. Georgen: Ein Ort, der durch eine grausame Begebenheit zu seinem Namen kam

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St. Georgen – An der alten Weinstraße nach Rottweil liegt zwischen dem Brogen und dem Ort Hardt ein Gewann mit dem seltsamen Namen „Siehdichfür“. „Siehdichfür“ bedeutet dabei so viel wie „Sieh dich vor“ oder „Gib Acht!“ und weist auf die Gefahren und Unsicherheiten für Reisende hin.

Bis vor wenigen Jahren stand am Gewann „Siehdichfür“ das Gasthaus „Hirschen“, welches allerdings nach einem Brand nicht mehr aufgebaut wurde. Es hatte im Laufe seiner Geschichte nicht immer den besten Ruf. Manch ein Reisender verschwand hier spurlos. Und auch die folgende Geschichte soll hier geschehen sein.

Ein junger Mann, der im Gasthaus „Hirschen“ daheim war, hatte in der Fremde viel Geld verdient und wollte nun zu seinen Eltern zurückkehren. Noch unerkannt bat der junge Mann im Gasthaus „Hirschen“ um Herberge. Die Wirtin sah dabei die prall gefüllte Geldkatze (Geldbeutel) des jungen Mannes und überlegte, wie sie an das Geld kommen könnte. Sie hatte einen grausamen Plan. In der Nacht goss sie dem wohlhabenden Gast siedendes Öl in den Rachen, um ihn zu töten. Bevor dieser starb, röchelte er noch: „Mutter, du hast deinen Sohn umgebracht“.

Seither lastete auf dem Haus ein finsterer Fluch – das zumindest erzählen die Legenden. Dass das Haus schließlich ausgebrannt ist und abgerissen werden musste, wurde dann ebenfalls auf diesen Fluch zurückgeführt. Ein neues Gasthaus wurde danach an einer anderen Stelle erbaut. Doch genug von der finsteren Vergangenheit. Denn später war der „Siehdichfür“ ein gern besuchtes Gasthaus mit einer wirklich urigen Gaststube.

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