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St. Georgen Schüler haben ihre eigene Wahlkabine

Noch nicht 18, aber schon wählen? Am Thomas-Strittmatter-Gymnasium geht das. Dort hilft eine Juniorwahl, bei jungen Leuten das Interesse an Politik zu wecken.

Bei den Bundestagswahlen nicht nur passiv zuschauen, sondern auch selbst wählen, das können Schüler des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums in dieser Woche. Als eine von mehr als 2200 Schulen in ganz Deutschland beteiligt sich das Gymnasium an den Juniorwahlen parallel zur Bundestagswahl. Erstmalig nimmt die Schule in diesem Jahr an dem Großprojekt teil. Ab Klassenstufe 9 können die Jugendlichen ihre Stimme abgeben.

Die Juniorwahl funktioniert im Prinzip genau wie die echte Bundestagswahl. In den Schulen wird online oder auf Papier abgestimmt. Der ganze Ablauf ist dabei sehr authentisch, sogar Wahlbenachrichtigungen erhalten die Teilnehmer im Voraus per Post und es gibt eine Wahlkabine. Wie bei der echten Wahl, stimmen alle geheim ab und können ihre Erststimme für den Direktkandidaten des Wahlkreises und die Zweitstimme für eine Partei abgeben.

Die meisten Schüler finden das Projekt interessant. Vielen von ihnen gefällt es, dass auch sie nach ihrer Meinung gefragt werden. Besonders wichtig ist ihnen dabei auch, dass sie sich so ernst genommen fühlen. Der 17-jährige Luis Teixeira berichtet, dass die Juniorwahl für ihn eine lehrreiche, neue Erfahrung und eine gute Übung für richtige Wahlen war.

Auch Regina Götz findet die Juniorwahl gut. „Ich bin 17 und darf deshalb dieses Jahr leider noch nicht wählen“, erzählt sie. „Ich fände es gut, wenn man schon mit 16 wählen könnte.“ Die 16-jährige Ronja Holzmann stimmt ihr da zu. „Es wäre cool, wenn ich dieses Jahr schon wählen dürfte“, meint sie.

Im Gegensatz zu den beiden hat die 18 Jahre alte Julia Henschel am Sonntag zum ersten Mal die Möglichkeit, richtig wählen zu gehen. Sie freut sich schon auf die Wahl. Die Juniorwahl findet sie aber trotzdem gut. So bekämen die Parteien auch eine Rückmeldung von den zukünftigen Wählern.

Der 18-jährige Felix Broghammer findet das Projekt auch toll. „Schön, dass es auch ein repräsentatives Meinungsbild von Jugendlichen gibt“, erzählt er. Außerdem glaubt er, dass mit dem Projekt „Juniorwahl“ Politik auch mal Einzug in die Schulen erhält und so das Interesse von Schülern weckt. Melissa Otte, 17 Jahre, ergänzt, dass auch der vorbereitende Unterricht schon dazu beträgt. Sie findet, dass sich beim Befragen von Online-Wahlhilfen bereits eine politische Meinung bilde.

Die 17-jährige Carolin Durler hat auch bei der Juniorwahl mitgemacht und ist der Meinung, dass diese darauf vorbereitet, einmal richtig wählen zu gehen. „So beschäftigen sich Jugendliche schon mal mit Politik und wissen wie wählen funktioniert, wenn sie es dann dürfen“, bemerkt sie.

Gemeinschaftskundelehrerin Regina Baur findet es ebenfalls wichtig, dass sich Schüler mit Politik beschäftigen. Außerdem sagt sie: „Man kann Schüler gar nicht früh genug darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, wirklich wählen zu gehen.“

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