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St. Georgen Schüler erkunden die Welt der Nanotechnologie

Was ist eigentlich Nanotechnologie und wo versteckt sich die Wissenschaft im Alltag? Die Schüler des Thomas-Strittmatter-Gymnasium St. Georgen haben die Anwtorten im „Nano-Truck“ gefunden.

Rebeccas Haar, das sie sich extra ausgezupft hat, ist gerade zehn Zentimeter dick, dunkelgrau und übersät mit flachen, hellen Stellen. So sieht es die Schülerin der 10. Klasse des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums (TSG) zumindest auf dem Bildschirm, der die 600-fache Vergrößerung ihres Haares anzeigt. Das ist eigentlich rot und seine Trägerin ist Teilnehmerin an einer ganz besonderen Unterrichtsstunde: Im Ausstellungsfahrzeug Nano-Truck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bekommen Schüler und Erwachsene einen praktischen Einblick in die Welt der Nanotechnologie.

„Wir haben hier alles, was man aus dem Alltag kennt – und machen es einfach sehr, sehr klein“, erklärt der Wissenschaftler Marco Kollecker die Nanotechnologie. Rebecca und ihre Mitschüler schauen sich zum Beispiel einen Laufschuh an, der eine Nanoschicht beinhaltet, um Schweiß abzutransportieren. Marco Kollecker ist es wichtig, dass die Schüler die Wissenschaft sehen, erleben und selbst gestalten können. „Viele sind erstmal zögerlich. Wenn sie dann merken, dass das alles gar nicht so kompliziert ist, sind die Schüler immer sehr fasziniert.“ Auf der anderen Seite des Trucks erklärt sein Kollege Niklas Kotman gerade, wie sich das Haar von Rebecca in seiner Struktur zusammensetzt. Die flachen, hellen Stellen, die auf dem Bildschirm zu sehen sind, sind Metallpigmente – Rebeccas Haare sind also gefärbt. Die Schülerin vergrößert noch einmal die Ansicht und den Kontrast am Laptop, der an das Elektronenmikrsokop angeschlossen ist. Den Spaß an der sonst so trockenen Pysik und Chemie haben die Schüler bei seinem Halt in St.

Georgen dennoch entdeckt. „Es war super interessant“, sagt Rebecca. Vor allem, dass diese Wissenschaft zum Mitmachen gedacht ist, hat ihr gefallen. Bis zu 30 000-fach lassen sich Objekte mit dem Elektronenmikroskop vergrößern.

Marco Kollecker weiß, dass bei den Schülern vor allem diejenigen Gegenstände das Interesse wecken, die sie selbst mitgebracht haben wie etwa ein Stück Maststahl. „Unsere Besucher sehen dann vor allem, wie alltagsbezogen die Nanotechnologie ist.“ Dieser Anspruch wird auch in der Ausstellung deutlich. So findet man die verschiedenen Ausstellungsstücke, die im Nano-Truck unter das Mikroskop genommen werden, im Alltag wieder. Nanoschichten, die Brillengläser versiegeln, beispielsweise, aber auch eine Sonnenlotion, die durch darin enthaltene Nanoteilchen einen hohen Lichtschutzfaktor bietet. „Erwachsene, die unseren Truck besuchen, interessieren sich vor allem für Gesundheitsthemen, in denen Nanotechnologie eingesetzt wird – wie zum Beispiel Kniegelenke aus Nanokeramik“, sagt Marco Kollecker. Er und sein Kollege Niklas Kotman erklären ihre Wissenschaft einfach und mit viel Humor. „Wir haben auf alles eine Antwort“, sagt Niklas Kotman. Auch auf die Frage, die ihnen oft von Schülern gestellt wird: „Schlaft Ihr eigentlich auch in dem Lastwagen?“ Das ist allerdings nicht der Fall.

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