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St. Georgen Schimmelpilz liebt Feuchtigkeit

12.12.2009
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Jedes Jahr zur Winterzeit finden die Schimmelpilze gute Nahrung. Wenn es feucht wird in den Wohnungen, können sie sich ungestört ausbreiten, bis sie sichtbar werden und Mieter, sowie Hausbesitzer aufschrecken. Ein Fachvortrag darüber stieß deshalb bei den Mitgliedern des Haus- und Grundbesitzervereins St. Georgen auf großes Interesse.

St. Georgen – Die alte Dame ist empört: Ihr Mieter hat aus ihrem Haus Wandpaneele und Einbaumöbel ungefragt entfernt und bekam dafür auch noch vor Gericht Recht: Die Wände dahinter waren von Schimmel befallen. Der ausführliche Fachvortrag des Schonacher Maler- und Lackiermeisters Dieter Heinkelein zum Thema „Wohnen ohne Schimmel“ versöhnt sie nicht. Als Hausbesitzerin fühlt sie sich ungerecht behandelt.

Kein Einzelfall, wie auch Vorsitzender Harald Meyer bestätigt. Jährlich zur Winterzeit häufen sich Beschwerden von Mietern über Schimmelpilz-Befall in ihren Wohnungen. Wehren sich Hausbesitzer gegen Vorwürfe wegen schlechter Bausubstanz, gibt es gerichtliche Auseinandersetzungen.

Wie viel falsches Heiz- und Lüft-Verhalten der Mieter oder Bewohner, aber auch wie viel Pfusch am Bau den Schimmelpilz-Wuchs begünstigen, kann der ehrenamtliche Vorsitzende der Maler- und Lackierer-Innung Schwarzwald-Baar aus seiner Praxis an Hand von Fotos anschaulich beweisen. Dort wo kalte Außenmauern auf Innenwärme prallt, wo die feuchte Luft nicht abtrocknen kann, hat der Schimmelpilz reiche Nahrung. Er kommt in vielen Arten vor, mag aber wie alle Pilze feucht-warme Klimabedingungen. Auch von außen eindringende Feuchtigkeit tut das Ihre. Moderne dichte Fenster lassen dazu keinen natürlichen Luftaustausch zu. „Und bei den ersten Betonbauten der sechziger Jahre …“, der Referent seufzt.

Schimmel aber ist in Häusern und Wohnungen gesundheitsschädlich. Man müsse ihn entfernen. Bei wenig Befall nehme er nur Sagrotan. Eifrig schreiben die Mitglieder die Tipps mit, die der Fachmann engagiert vorträgt.

43 Jahre Kassierer
Leider – so bedauert Harald Meyer in der Mitgliederversammlung – fehlen jüngere Jahrgänge. Gern hätte Kassier Günter Schultheiss sein Amt nach 43 Jahren abgegeben, aber es findet sich bisher kein Nachfolger. So bleibt er für weitere zwei Jahre im Amt. Auch Harald Meyer als Vorsitzender, Dieter Schneider als stellvertretender Vorsitzender und Schriftführer Dieter Rapp wurden wiedergewählt.

Die Versammlung beschließt angesichts magerer Kasse eine Beitragserhöhung auf 40 Euro. Man liege damit weit unter dem Durchschnitt vergleichbarer Vereine, sagt Meyer.

Mit diesem Fachreferat bestätigt der Haus- und Grundbesitzerverein seine beratende Funktion. Dazu gehört auch kostenloser Rechtsbeistand sowie eine monatliche Fachzeitschrift für die Mitglieder.

Der Haus- und Grundbesitzerverein besteht in St. Georgen seit 55 Jahren und hat konstant etwa 160 Mitglieder.

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