Mein
 

St. Georgen Ruhrpottbanderas trifft ins Schwarze

Seine Gitarre ist seine Waffe, seine Texte die Munition. Und er zieht seine Pointen schneller als John Wayne seinen Colt.

Helmut Sanftenschneider ist ein wahrer Ruhrpottcowboy. Jetzt zielte der Kabarettist und Musiker auch auf den Humornerv des Publikums im Theater im Deutschen Haus – und traf ins Schwarze.

Das Ruhrgebiet scheint ein humoriges Pflaster zu sein, dem viele Komiker und Kabarettisten entspringen und die früher oder später den Weg nach St. Georgen finden. Wie auch Helmut Sanftenschneider, den der überwiegende Teil des Publikums zwar bislang nicht kannte, wie eine Spontanumfrage des Künstler bewies, der es aber in seiner zweistündigen Show schaffte, einen bleibenden positiven Eindruck zu hinterlassen.

Dabei kam Helmut Sanftenschneider nicht immer direkt zum Ziel, sondern legte falsche Fährten. So erklärte er, dass der Auftritt in St. Georgen der erste Auftritt nach einer mehrwöchigen Kreuzfahrt rund um den afrikanischen Kontinent sei. „Man stelle sich das vor, auf der einen Seite fremde Kulturen und eine Sprache, die man kaum versteht. Auf der anderen Seite eine Kreuzfahrt rund um Afrika.“

Helmut Sanftenschneider springt zwischen intelligenter Comedy und purem Slapstick. So kann er in einem Moment beweisen, dass zu einem Präludium von Johann Sebastian Bach, das nur aus Akkorden besteht, nahezu jede Melodie gespielt werden kann. Was er auf der Gitarre sofort unter Beweis stellt und selbst zu „Atemlos“ den klassischen Hintergrund spielt. Auf der anderen Seite wird das Publikum Zeuge, wie sich der Ruhrpottbanderas als eine Hälfte peruanischer Zwillinge, die am Poncho zusammengewachsen sind und erst in einer Näherei voneinander getrennt wurden, mit der Panflöte in einer Castingshow versucht. Inklusive der Kommentare der Jurymitglieder Dieter Bohlen und Bruce Darnell. Mit dem Auftritt von Helmut Sanftenschneider hat das Theater im Deutschen Haus übrigens eine Wettschuld beglichen. Der Kabarettist hat seine ebenfalls aus dem Ruhrgebiet stammende Kabarettkollegin Carmela de Feo, in St. Georgen bestens bekannt als La Signora, in einem Comedy-Wettstreit besiegt. Als Dank winkte dem Sieger ein Auftritt in der Bergstadt.

Entdecken Sie die Heimat rund um Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein mit SÜDKURIER Inspirationen!
Hallo Frühling – Neue Produkte bei SÜDKURIER Inspirationen!
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
St. Georgen
St. Georgen
St. Georgen
St. Georgen
St. Georgen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren