Europaabgeordneter Andreas Schwab und Landtagsabgeordneter Karl Rombach besuchen das Technologiezentrum
St. Georgen (ath) Existenzgründung in Baden-Württemberg soll schneller und unbürokratischer möglich werden – so lautet die Botschaft des St. Georgener Technologiezentrums an den CDU-Europaabgeordneten Andreas Schwab und Landtagsebgeordneten Karl Rombach. Am Freitag waren die beiden mit CDU-Stadtverbandsvorsitzendem Manfred Scherer zu Gast in St. Georgen, wo ihnen TZ-Leiter Dieter Knorpp die Schwierigkeiten erläuterte, mit denen Existenzgründer zu kämpfen haben. Bis Kredite bewilligt sind und ein junges Unternehmen wirklich beginnen kann, vergehe häufig viel Zeit. Zu viel Zeit, um sie mit eigenen finanziellen Mitteln überbrücken zu können. Der Landesverband der Technologiezentren schlägt deshalb vor, mit Mitteln der Europäischen Union einen Fonds einzurichten, der Existenzgründern in den Technologiezentren zu Gute kommt.
Der High-Tech-Gründerfonds mit Sitz in Bonn, zu dessen Investoren unter anderem das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gehören, habe in den vergangenen fünf Jahren in Baden-Württemberg lediglich fünf Millionen Euro investiert.
Dieter Knorpp sieht im Land weitaus mehr Potenzial. Auch für die an den Technologiezentren beteiligten Unternehmen lohne sich die Investition. Bei der Einrichtung des TZ in St. Georgen habe die Stadt einmalig 70 000 Mark als Gesellschafterkapital eingebracht. Die im TZ ansässigen Unternehmen würden jährlich durchschnittlich einen steuerlichen Ertrag von 200 000 Euro bringen.
Was sich hinter den Kulissen im Technologienzentrum abspielt, konnten Schwab und Rombach anschließend bei Rombach Automation und 3D Labs erleben.
Alexander Rombach und seine Mitarbeiter entwickeln und bauen seit fast zehn Jahren Prüfanlagen, mit denen die Hersteller von Wasser- und Wärmezählern ihre Produkte vor der Auslieferung auf ihre Genauigkeit hin testen können. Zuletzt wurde hier ein neues Messverfahren entwickelt, das zehn Mal schneller sei als bisherige Verfahren, erläuterte Firmengründer Alexander Rombach. „Etwas ganz Neues“, betonte Dieter Knorpp. Genau jene Innovationen seien in den Technologiezentren gefragt. Schnelligkeit spielt auch bei 3D Labs eine große Rolle, wo die beiden Firmengründer Gerhard Duda und Maurice Scheer den Besuchern vorführten, was es mit „Rapid Prototyping“ auf sich hat und wie ihr Unternehmen in kurzer Zeit Prototypen, unter anderem für die Bereiche Industrie und Medizintechnik, fertigt.