Feurige Leidenschaft, prickelnde Erotik und eine gewisse Verruchtheit – mit diesen Elementen begeisterten die Absolventen der Tanzkunstakademie Schullerer bei der Aufführung in der Unterkirche. Die Präsentation war der Abschluss einer einwöchigen Projektarbeit. 20 angehende Tänzer, Sänger und Schauspieler lösten die Aufgabe mit Bravour, innerhalb einer Woche ein eigenes Projekt zu kreieren und aufzuführen.
Unter den Darstellern, die aus München, Ingolstadt, Köln und Konstanz, aus Luxemburg, von den Azoren und aus Costa Rica kamen, waren mit Lena Müller und Nils de Souza auch zwei Teilnehmer aus St. Georgen dabei. „Die Teilnehmer haben das Programm selbständig erarbeitet. Von der Musikauswahl über die Choreografie bis zu den Kostümen“, erläuterte die Leiterin der Tanzkunstakademie, Erika Schullerer. Daneben lernen die angehenden Künstler, die eines Tages beispielsweise in Musicalproduktionen mitwirken, unter höchstem Zeitdruck professionell und strukturiert zu arbeiten.
Als Motto suchten sich die Darsteller „Die Reise des Lebens“ aus. Im Mittelpunkt stand dabei die Entwicklung eines jungen Menschen. In diesem Fall suchten sich die Darsteller die Persönlichkeitsentwicklung vom Jungen zum Mann aus.
Die Geschichte spielte vor einer Piratenkulisse. Mit düsterem Licht und wenigen, aber effektvollen Requisiten verwandelte sich die Unterkirche in ein gruseliges Piratenschiff. Auf dessen Reise durch die Weltmeere wurden die Facetten des Lebens von ausgelassener Freude bis zu Liebeskummer und Herz zerreißender Sehnsucht, musikalisch und tänzerisch dargestellt.
Dabei bedienten sich die Akteure den Liebeszenen unterschiedlicher Musicals. Dank des ausdrucksstarken, leidenschaftlichen Spiels aller Darsteller fiel es den Besuchern in der Unterkirche nicht schwer, sich in die Szenerie hineinzuversetzen.
Für die Leiterin der Tanzkunstakademie, Erika Schullerer, sind diese Workshops, die in diesem Jahr bereits zum vierten Mal stattfanden, jedes Jahr aufs Neue spannend. „Man weiß nie, was dabei herauskommt“, sagte sie.
