St. Georgen Nach Wegfall der Schülerfahrten – Rots Kreuz schmiedet Pläne für Patiententaxi

Die freien Vorstandsposten beim Roten Kreuz sind jetzt wieder besetzt. Geschichte sind die defizitären Schülerfahrten, womöglich gibt es demnächst aber ein Patiententaxi. Der Ortsverein überlegt noch.

Turbulente Monate mit wichtigen Entscheidungen: Einen überraschend zurückgetretenen Vizevorsitzenden, die Einstellung des defizitären Schülertransports und die Überlegung, ein Patiententaxi einzurichten, führte der Vorsitzende des Rotkreuz-Ortsvereins, Johannes Probst, in seinem Rückblick in der Hauptversammlung auf.

Die angestrebte Zusammenlegung der Transportdienste mehrerer Ortsvereine, um gemeinsam wirtschaftlicher zu sein, sei „aus verschiedenen Gründen nicht realisierbar gewesen“, wie Probst bedauerte. Das veranlasste den Ortsverein St. Georgen zu dem Entschluss, den Schülertransport mit Ende des Schuljahres einzustellen. „Es kann nicht sein, dass wir mit unseren sonstigen Aktivitäten den defizitären Schülertransport finanzieren“, sagte Probst.

In den vergangenen Jahren erwirtschaftete der Ortsverein mit den Schülerfahrten aufgrund zu knapper Kalkulation ein jährliches Defizit von bis zu 50 000 Euro. Mit der Auflösung verbunden war auch die Kündigung mehrerer Beschäftigter in diesem Bereich, was Probst sehr bedauerte. Mit dem Wegfall des Schülertransports versucht der Ortsverein, in der Haushaltsplanung für dieses Jahr eine schwarze Null zu erreichen. Um 20 Prozent aufgestockt wurde vom Landkreis hingegen das Budget für den Schwerbehindertentransport.

Getroffen hat Probst der überraschende Rücktritt von Bernd Obergfell von seinem Amt als stellvertretenden Vorsitzenden. „Dass er den Vorstand fluchtartig verlassen hat, hat mich bestürzt“, sagte er, ohne näher auf die Umstände des Rücktritts einzugehen. Willi Hils, langjähriger Leiter des Jugendrotkreuz, ist zunächst vorübergehend in die Bresche gesprungen und wurde bei der Versammlung mehrheitlich zum Nachfolger gewählt.

Als neue Beisitzerin für die ebenfalls zurückgetretene Christiane Obergfell wurde jetzt Britta Schlegel gewählt. Als Kreisdelegierte stellte sich die Bereitschaftsärztin Stefanie Reincke zur Verfügung.

Der stellvertretende Bereitschaftsleiter Jan-Keke Schlegel berichtete von den Aktivitäten der Bereitschaft, die 2751 Dienststunden geleistet hat. 2000 Stunden im Dienst waren die ehrenamtlichen Helfer bei den vier Blutspendeterminen, wie Christiane Kammerer sagte. Fahrdienstleiter Erwin Fischer informierte darüber, dass die Fahrzeuge für den Schüler- und Schwerbehindertentransport im vergangenen Jahr zusammengerechnet 263 000 Kilometer zurückgelegt haben.

Jugendleiter Willi Hils befürchtet, dass es durch die Ganztagsschule künftig zu Problemen bei der Unterstützung an den Blutspendeterminen kommen könnte. Die Strickaktion zugunsten des Bundesverbandes war erfolgreich. 333 Strickmützen konnten die St. Georgener für einen guten Zweck beisteuern.

Patiententaxi

Der Rot-Kreuz-Ortsverein prüft, ob er sich mit einem Patiententaxi ein neues Aufgabenfeld erschließen kann. Wie Probst sagte, soll damit eine Lücke geschlossen werden. In St. Georgen seien sowohl tagsüber als auch abends die Taxis des örtlichen Unternehmens so häufig für Kranken- und Dialysefahrten im Einsatz, dass es schwierig ist, ein Fahrzeug zu bekommen.

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