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St. Georgen Lukas hilft den Nachbarn

14.02.2012


14-Jähriger aus St. Georgen übernimmt schon früh Verantwortung

In St. Georgen soll ein Jugendgemeinderat ins Leben gerufen werden, um Jugendlichen Verantwortung zu übertragen (wir berichteten). Auf ein positives Beispiel dafür, dass junge St. Georgener nicht erst durch die Mitwirkung in der Kommunalpolitik Verantwortung übernehmen, machten Artur und Erika Maier den SÜDKURIER aufmerksam. Sie werden von einem Nachbarjungen tatkräftig unterstützt.

Bevor Lukas Hilpert morgens zur Schule geht, hat er in diesen Wochen oft schon Schnee geschippt. Nicht vor dem eigenen Haus im Blauenweg, sondern bei den Nachbarn Artur und Erika Maier. Die beiden Senioren sind froh über die Hilfe des Nachbarjungen. „Wir schaffen das nicht mehr“, gibt Artur Maier zu. Dafür hilft ihnen Lukas Hilpert. Der 14-Jährige befreit die Fläche vor dem Haus und einen angrenzenden Weg von Schnee und Eis. „Immer wenn ich Zeit habe, helfe ich den Nachbarn.“

Begonnen hat diese Art der Nachbarschaftshilfe vor rund zwei Jahren. „Damals ist die Schneefräse der Familie Hilpert kaputt gegangen“, erinnert sich Artur Maier. Er hat daraufhin angeboten, Hilperts seine Schneefräse zur Verfügung zu stellen, „wenn sie im Gegenzug dafür unseren Hof miträumen“. Gesagt, getan. Nachdem zunächst Andreas Hilpert mit der Fräse und Sohn Lukas mit der Schaufel auf Nachbars Grundstück Schnee räumten, lernte Lukas schon bald den Umgang mit der Schneefräse. „Seither mache ich das alleine.

“ Weil ihm die Nachbarschaftshilfe so großen Spaß macht, „und weil Maiers so nette Leute sind“, wie er sagt, hilft Lukas Hilpert nicht mehr nur in den Wintermonaten. „Im Sommer hilft der Lukas uns auch beim Rasenmähen und sogar, das gemähte Gras beim Recyclinghof zu entsorgen“, erzählen Artur und Erika Maier. Für Lukas Hilpert ist es selbstverständlich, dass er hilft. „Ich finde, es sollte mehr junge Leute geben, die den älteren helfen.“ Natürlich muss Lukas Hilpert, der aktiver C-Jugend-Kicker beim Fußballverein FV/DJK und begeisterter Modellflieger bei der St. Georgener Modellfluggruppe ist, seine Arbeitskraft nicht kostenlos zur Verfügung stellen. Für seine Hilfe erhält er ein kleines Taschengeld. Wofür er das verwendet? „Für Zubehör für meine Modelleisenbahn“, lacht Lukas.

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