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St. Georgen Lesestoff für die "Dualisten"

28.05.2008
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Dass der Markenname Dual bis heute eine immer größer und auch jünger werdende Fangemeinde hat, konnten die Organisatoren des Arbeitskreises Deutsches Phonomuseum am Samstag bei der Phonobörse beobachten. Einer, bei dem der Enthusiasmus zu Dual so groß ist, dass er die Geschichte der einstigen Weltmarke in einem Buch festgehalten hat, ist Norbert Kotschenreuther.

St. Georgen - Eigentlich wollte Norbert Kotschenreuther eine Neuauflage seines 2001 erschienenen Buches "Schwarzwälder Präzision von Weltruf - Aufstieg und Niedergang der St. Georgener Phonoindustrie" offiziell vorstellen. "Eine kleine Panne beim Druck verzögert das Erscheinen des Buches leider um ein paar Wochen", bedauerte der Autor. Bei der Neuauflage handelt es sich um ein komplett überarbeitetes Buch, das den Werdegang der Phonoindustrie von den Anfängen der Gebrüder Steidinger zeigt. Von der Erfindung des Antriebs, dessen Kombination aus Elektromotor und Federlaufwerk Dual schließlich seinen Namen verdankte, über die Hoch-Zeit in den 1970er Jahren bis zum Konkurs 1982.

Norbert Kotschenreuther hat akribisch genau recherchiert, in Archiven gestöbert und die Fakten zusammengetragen. Das alles aus Hobby und einer inneren, jahrzehntelangen Verbundenheit zu Dual. "Ich bin seit drei Jahrzehnten vom Dual-Virus befallen", lacht der 45-Jährige, der im "richtigen Leben" Jurist ist und in Passau lebt. Und er erklärt, wie er zu dieser Leidenschaft kam. "Mein Vater hatte einen Phonokoffer von Dual, Modell 1007, Baujahr 1960. Das Modell war damals der VW-Käfer unter den Plattenspielern", schmunzelt er und er erinnert sich, "darauf habe ich als Kind immer meine Märchenplatten gehört." Aus der Faszination entwickelte sich im Laufe der Jahre eine Sammelleidenschaft. Norbert Kotschenreuther begann, Dual-Plattenspieler zu sammeln. Heute befinden sich rund 350 Geräte verschiedener Epochen in seinem Besitz. "Leider habe ich sie alle nur gestapelt, weil ich keinen Platz habe", wie er bedauert.

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