St. Georgen Kunstrasen-Debatte: Bürgermeister Rieger fordert Geduld

Bürgermeister Michael Rieger antwortet FV/DJK-Chef Udo Jung in der Debatte um einen Kunstrasenplatz für St. Georgen und sieht auf der Stadtseite keine Fehler. Mehr Klarheit frühestens im November.

Dass die Stadt sich an alle Absprachen gehalten habe und nie falsche Hoffnungen geweckt habe, hält Bürgermeister Michael Rieger in der Kunstrasen-Debatte dem Vorsitzenden des FV/DJK St. Georgen, Udo Jung, entgegen. Dieser hatte sich im SÜDKURIER-Interview zuletzt enttäuscht von der Verwaltung gezeigt. Rieger betont dagegen: "Wir haben kein Kommunikationsproblem ausgelöst."

Bisher sei die Zusammenarbeit mit dem Verein offen verlaufen, man schätze das Engangement der Verantwortlichen, so Rieger. Allerdings sehe sich der Verein zu Unrecht eingebremst: "Bei jedem Gespräch habe ich mitgeteilt, dass ich keine Aussage machen kann, wann die Stadt einen Zuschuss geben kann", sagt der Bürgermeister. Und daran werde sich so bald auch nichts ändern: Erst die Haushaltsberatungen des Gemeinderats im November könnten Klarheit bringen, ob der FV/DJK mit einem Zuschuss rechnen könnte.

Rieger verweist auch darauf, dass der Gemeinderat für dieses Haushaltsjahr immerhin Mittel für ein Gutachten des jetzigen Hartplatzes, der zum Kunstrasen umgebaut werden soll, eingestellt hat. Am 18. Juli habe eine Fachfirma den Platz untersucht. "Es war klar abgesprochen, dass wir, wenn das Gutachten vorliegt, wieder auf den Verein zugehen", so Rieger. Wann die Ergebnisse vorliegen werden, sei derzeit aber noch unklar. Erst dann lasse sich überhaupt sagen, unter welchem Aufwand ein Kunstrasenplatz angelegt werden könnte und über welche Summe zu reden ist.

Dem Verein eine Förderung in Aussicht zu stellen, falls er seine eigene Sponsoringaktion erfolgreich zu Ende bringt, will Rieger derweil nicht: "Da würden wir es uns leicht machen und sie so nur unter Druck setzen." Generell verweist Rieger mit Blick auf den möglichen Zuschuss der Stadt nochmals auf die anstehenden Investitionen: "Wir haben keinen Haushalt, der es uns ermöglicht, locker 100 000 Euro beizusteuern. Im Gegenteil, wir werden alle freiwilligen Ausgaben überprüfen, damit es uns gelingt, die Innenstadt und die Schulen zu sanieren. Leider wird das nicht überall verstanden."

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