St. Georgen Krankenhaus schließt seine Pforten

Am Freitag, 20. April, ziehen die verbliebenen Abteilungen des Krankenhauses nach Donaueschingen.

Am 20. April endet im St. Georgener Krankenhaus der Betrieb. Die verbliebenen Fachabteilungen ziehen nach Donaueschingen um. Wie das Gebäude künftig genutzt wird, ist derzeit noch offen. Das Haus wurde in den 50er Jahren gebaut und in den Jahren 1985 und 1986 umfassend saniert.
Am 20. April endet im St. Georgener Krankenhaus der Betrieb. Die verbliebenen Fachabteilungen ziehen nach Donaueschingen um. Wie das Gebäude künftig genutzt wird, ist derzeit noch offen. Das Haus wurde in den 50er Jahren gebaut und in den Jahren 1985 und 1986 umfassend saniert. | Bild: ArchivSprich

Es steht schon seit Jahren fest, nun wird es ernst: Die Tage des St. Georgener Krankenhauses sind so gut wie gezählt. Am kommenden Freitag, 20. April, ziehen die Plastische, Hand- und Ästhetische Chirurgie sowie die Abteilung Psychotherapeutische Medizin mit jeweils 24 Betten in den neuen Anbau am Donaueschinger Klinikum um.

Bereits einen Tag später soll in Donaueschingen das volle Leistungsspektrum angeboten werden. Die meisten der rund 60 Mitarbeiter des Krankenhauses wechseln auf die Baar, einzelne werden in den Krankenhäusern in Villingen oder Schwenningen weiter beschäftigt, sagt Sandra Adams, Sprecherin des Klinikums.

Der Umzug solle so zügig wie möglich über die Bühne gehen. Stationär aufgenommene Patienten ziehen mit um. Patienten, deren Operationen planbar sind, sollen in der kommenden Woche möglichst nicht im Haus sein. Handchirurgische Notfälle werden am Donnerstag und Freitag, 19. und 20. April, am Schwenninger Klinikum behandelt, bevor die Abteilung in Donaueschingen am 21. April ihren Betrieb aufnimmt. Mit dem Umzug endet in St. Georgen eine Ära.

Viele St. Georgener fühlen sich mit dem Krankenhaus bis heute eng verbunden, das in den 50er Jahren unter tatkräftiger Mithilfe der Bürger erbaut wurde. Jeder Arbeitnehmer in der Stadt verpflichtete sich damals, das Gehalt aus 40 Überstunden dem Bau zur Verfügung zu stellen.

Aus diesem Grund will die Stadt das Gebäude wenn irgend möglich auch erhalten. Die ursprüngliche Lösung, bei der die Firma M&M Software einziehen wollte, hatte sich vor wenigen Wochen zerschlagen (wir berichteten), weil die Firma kurzfristig größere Räume benötigt. „Immerhin konnten wir M&M in St. Georgen halten“, sagt Bürgermeister Michael Rieger. Ohne den einst besprochenen Umzug ins Krankenhaus wäre das Unternehmen „schon lange weg“.

M&M wird in ein Gebäude in der Industriestraße einziehen. Die Stadt hat bereits Gespräche mit der Stadtentwicklungsgesellschaft (Steg) aus Stuttgart geführt, die Kommunen bei Sanierungsvorhaben begleitet. Ein neuer Interessent für das Gebäude wurde bislang aber nicht gefunden. Das Gebiet rund um das Krankenhaus wurde als Sanierungsgebiet ausgewiesen. „Ohne diese Fördermittel wäre es unwirtschaftlich, das Krankenhaus für eine neue Nutzung zu sanieren“, so Rieger. Die Suche nach einer Alternativlösung sei schwierig. „Wir sind jedoch sehr gewillt, eine Lösung zu finden.“

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