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St. Georgen Krankenhaus-Zukunft ist gesichert

Das St. Georgener Krankenhaus wird nach der Eröffnung des Zentralklinikums in Villingen-Schwenningen nicht leer stehen: Das in St. Georgen ansässige Softwareunternehmen M&M wird im Jahr 2013 in das dann ehemalige Krankenhaus umziehen.

Bürgermeister Michael Rieger (links) und M&M Software-Geschäftsführer Erwin Müller freuen sich über die jetzt gefundene Lösung für das St. Georgener Krankenhaus.
Bürgermeister Michael Rieger (links) und M&M Software-Geschäftsführer Erwin Müller freuen sich über die jetzt gefundene Lösung für das St. Georgener Krankenhaus. | Bild: Göbel

Als Gebäudeverwalter konnte Dieter Knorpp als Leiter des Technologiezentrums gewonnen werden.

M&M Software ist seit 1995 in St. Georgen ansässig: Zunächst wurden Räume in der Industriestraße gemietet, 2008 kamen weitere Flächen im Technologiezentrum in der Leopoldstraße hinzu. Und dennoch: Der Platz reicht nicht aus. „In den vergangenen zehn Jahren konnten wir unseren Umsatz verdreifachen und haben selbst im Krisenjahr 2009 neue Mitarbeiter einstellen können“, sagte Geschäftsführer Erwin Müller am Donnerstag-abend bei einem Pressegespräch. Seit Längerem sei man auf der Suche nach einem neuen Geschäftssitz, um das Unternehmen wieder an einem Standort zusammenzuführen. Dabei habe man sich auch in der Umgebung umgesehen.

Bürgermeister Michael Rieger lenkte schließlich die Sprache auf das derzeitige Krankenhausgebäude. 2013, wenn in Villingen-Schwenningen das Zentralklinikum eröffnet und der Klinikstandort St. Georgen aufgegeben wird, fällt das in den 50er Jahren erbaute Gebäude zurück in den städtischen Besitz. Was dann mit der Immobilie geschehen soll – bis vor Kurzem war dies noch völlig offen.

2000 Quadratmeter Platz
„Ich bin unwahrscheinlich froh über diese Lösung“, sagte Michael Rieger. Auch im Gemeinderat sei der Vorschlag auf durchweg positives Echo gestoßen. Nach dem Auszug des Klinikums soll das Gebäude in einen modernen Bürokomplex verwandelt werden und als weiterer Standort des Technologiezentrums sowohl für M&M Software als auch für weitere Softwareunternehmen zur Verfügung stehen. Von der rund 4500 Quadratmeter umfassenden Fläche wird M&M 2000 belegen – knapp doppelt so viel, wie der Firma derzeit an ihren zwei Standorten zur Verfügung steht.

Das Projekt habe Pilotcharakter, so Rieger. „Ich glaube nicht, dass es irgendwo im Land eine Stadt unserer Größenordnung gibt, die eine Lösung für ein ehemaliges Krankenhaus gefunden hat.“

Nicht weniger zufrieden zeigten sich die Fraktionssprecher. M&M werde im Krankenhaus über schöne und repräsentative Räume verfügen, sagte Manfred Scherer (CDU). Es sei sehr positiv, sowohl ein Unternehmen vor Ort halten zu können als auch das Krankenhaus künftig sinnvoll zu nutzen, sagte Joachim Kleiner (Freie Wähler). Zumal in dem Gebäude viel Herzblut der Menschen stecke, die in den 50er Jahren Überstundengeld der Stadt überließen, um den Bau zu unterstützen.

„Ein echter Glücksfall“, sagte Peter Fichter für die SPD, zumal es bislang kein Konzept für eine künftige Nutzung gegeben habe. Zusammen mit dem geplanten Neubau des Lorenzhauses sei die künftige Nutzung des Krankenhauses eine echte Aufwertung für den Stadtteil. Er sei sofort begeistert gewesen, sagte Jochen Bäsch (FDP). „Dies ist auch ein Signal, nicht nur für Ihr Unternehmen, sondern für alle Firmen in der Stadt.“

Das Krankenhaus wird in seiner ursprünglichen Funktion nur noch bis 2012 bestehen.
Das Krankenhaus wird in seiner ursprünglichen Funktion nur noch bis 2012 bestehen. | Bild: Sprich

Info: M&M Software

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