Mein

St. Georgen Grundschüler trainieren mit Bällen ihr Körpergefühl

14.02.2012


Erst- und Zweitklässler der Grundschule in Peterzell treffen sich einmal in der Woche zum zusätzlichen Sportunterricht.

– Lautes Geschrei tönt durch die Sporthalle in der Grundschule in Peterzell: Elf Mädchen und Jungen zwischen sieben und acht Jahren stürmen durch die Halle, hüpfen über Bänke und prellen Bälle. Mittendrin stehen Stephan Lermer und Conny Hildebrand. Jeden Donnerstagnachmittag bändigen sie zusammen die Erst- und Zweitklässler, die bei der Sport-Arbeitsgemeinschaft (AG) mitmachen.

Conny Hildebrand ist eigentlich Erzieherin, bringt als Übungsleiterin im St. Georgener Turnverein Kindern aber auch das Turnen bei. In diesem Schuljahr hat sie zusammen mit Stephan Lermer die Leitung der Sport-Kooperation zwischen der Grundschule Peterzell und dem Turnverein St. Georgen übernommen.

„Das ist eine Art zusätzlicher Sportunterricht“, sagt Gerold Hauer, der Schulleiter der Grundschule. Die Kooperation gebe es schon seit 20 Jahren. „Wir müssen sie jedes Jahr neu beantragen“, so der Schulleiter. Das sei zwar aufwändig, aber es lohne sich. Denn Gerold Hauer hat einen triftigen Grund dafür, dass ihm die Kooperation so sehr am Herzen liegt: „Sport ist das Tor zum Leben“, betont er.

Gerade pfeift Stephan Lermer einmal kräftig in seine Trillerpfeife – und die eben noch brüllenden Kinder sind still. Dann erklärt der 17-Jährige die nächste Übung. „Ihr stellt euch mit einem Bein auf das Luftkissen und versucht, das Gleichgewicht zu halten“, sagt er. Das ist gar nicht so einfach, bemerkt Tom Günther aus Peterzell. „Auf einem Bein ist das ganz schön schwierig“, findet der Sechsjährige. Leichter fällt ihm das Slalomprellen. „Da rennen wir um Hütchen herum und prellen den Ball“, beschreibt er, wie die Übung funktioniert.

Und wenn es einmal nicht klappt, hilft Stephan Lermer. Denn mit Handball hat der Schüler Erfahrung. Er spielt selbst Handball im Turnverein St. Georgen und trainiert dort die E-Jugend. Außerdem ist er auch einer der Leiter der Handball-AG am Thomas-Strittmatter-Gymnasium. Auch den Grundschülern der Sportgruppe greift er bei den Übungen unter die Arme und zeigt ihnen, worauf sie achten müssen, damit der Ball beim Prellen nicht von dannen rollt.

Conny Hildebrand beschreibt, wie die wöchentlichen Sportstunden gestaltet werden: „Wir machen mit den Kindern viele Ballspiele, spielen Fangen oder üben Torwürfe“, sagt sie. Eines der Ziele sei es, dass die Erst- und Zweitklässler am Ende des Schuljahres ein richtiges Handballspiel gegeneinander spielen können. Im Vordergrund des zusätzlichen Sportunterrichts steht aber auch etwas anderes: „Die Kinder sollen sich hier vor allem bewegen und außerdem ihre Koordination und ihre Körperbeherrschung schulen“, sagt Conny Hildebrand.

Und schon geht es weiter mit dem nächsten Spiel. Conny Hildebrand und Stephan Lermer kleben den Kindern Nummern an die Brust. „Nummer eins wirft zu Nummer zwei, die zu Nummer drei und so weiter“, erklärt Stephan Lermer seinen Schützlingen, was sie bei dieser Übung machen müssen. Dann geht es los.

Am Ende der Stunde dürfen die jungen Sportler selbst entscheiden, was sie spielen möchten. „Meistens wählen sie das Sandwich-Spiel“, weiß Stephan Lermer. So wie heute. Eines der Kinder legt sich zwischen zwei dicke Weichenbodenmatten und die anderen dürfen darauf herumhüpfen. „Das ist der Höhepunkt am Ende jeder Stunde“, sagt Stephan Lermer und lacht.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln