In Nebelschwaden getaucht war die Peterzeller Mehrzweckhalle mit dem Einzug der Engelegoaschter. Schemenhaft zu erkennen war, was die Peterzeller Fasnetfigur auf der Bühne beim Spacetanz bot. Nachdem sich der Nebel gelüftet hatte, steppte der Bär. Die Peterzeller Bürgerwehr zog einen Trumpf nach dem andern aus der Tasche, wobei Moderator Peter Fichter souverän durch das Programm führte.
Peterzell – Das Motto „Space“, zu Deutsch Weltraum wurde vom Publikum einfallsreich angenommen. Jede Menge „spitzohriger Weltraumgestalten“ mischte sich unter einige Captain Kirks und überhaupt war viel silberglänzendes Lametta zu sehen. Es war ein herrliches Bild, wie die intergalaktischen Wanderer zwischen den Welten daher kamen. Die wilden Engel (Wild Angels) unter der Leitung von Kathrin Günter hatten die nicht ganz leichte Aufgabe, gleich zu Beginn das Publikum in galaktische Stimmung zu versetzen. Mit einem weiteren Auftritt brachten die „außerirdischen“ Mädchen eine erfolgreiche Punktlandung vor dem Auftritt der Guggenmusik Bloos Arsch hin. Andrea Lasko führte den Peterzeller Narrensamen auf die Bühne und die „Space Kids“, Anika und Aaron Hackenjos zeigten, dass sie den Großen nicht nachstanden.
So hatte es DJ Boa verhältnismäßig leicht, die bisher schon gute Stimmung noch zu toppen. Eine lange Schlange kostümierter „Weltraumbummler“ zog durch den Saal und zwischen den langen Tischreihen hindurch. Wie herrlich Körpersprache (Body Language) gestaltet werden kann, führte die aus Unterkirnach nach „Enterprise Manier“ hergebeamte Tanzgruppe unter der Leitung von Michaela Moser vor.
Jochen Kitiratschky, eine der sichern Bänke bei der Bürgerwehr Peterzell, war auf einem aufschlussreichen Trip zwischen den Welten. So meinte er, man bräuchte nicht auf seine roten Socken schielen, auch wenn der Lafontaine nicht mehr dabei ist. So nahm er die Comedians Michael Mittermeier, Rüdiger Hoffmann und Kayajana, „was guckst du und alle meinen fließend türkisch zu sprechen“, auf die Schippe.
Als Spiderman wieder auf die Bühne zurückgekehrt, fiel Kitiratschky die Zukunft seiner Familie und der „Müllkaspar“ ein. Gemeinsamkeiten zwischen Barack Obama und Bürgermeister Michael Rieger wurden ebenfalls festgestellt. Das „Yes we can“ lautet bei Rieger „Yes we can au“, „nu, jetzt hen beide koa Geld meh im Sack.“
Dann kam die Stunde der Bergstadtfetzer, die mit ihren rasanten Klängen das Publikum aufmischten. Musikalisch geleitet von Burkhard Maier und moderiert von Mario Ettwein, der immer mit einem Gag daher kommt. Die Tschannos unter der Leitung von Sonja Biller-Köpplin waren alles andere als „außerirdisch.“ Lutz und David Henselmann, Heiko Friebe, Nadine Ruigis, Yvonne Dehnin, Holger Fichter, Timo Krämer und Andy Welpe waren bei der musikalisch gestalteten Zeitmaschine aus den 80er Jahren bis 2010 dabei. Nach Wolle Kriwanweks Refrain „Gugug i han a Ufo g'sähe“, sind Susanne und Jochim Stock, Lutz Henselmann und Peter Fichter „beim Kaspar gwä.“
Danach führte der Auftritt der Guggenmusik Bloos Arsch die ultimative Steigerung weiter. Als Gewinner „Bester Guggensound beim internationalen Guggenmusiktreffen in Schwäbisch Gmünd“ heizten die galaktischen Männer um Peter Fichter nochmals kräftig ein.
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