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St. Georgen Fulminantes Ende der Multimediashow: Bergstadtgeschichten sind Geschichte

1300 begeisterte Besucher sind bei der letzten Auflage der Bergstadtgeschichten in St. Georgen dabei. Auch in diesem Jahr faszinieren spannende und emotionale Erzählungen der Menschen aus der Bergstadt. Hinzukommt jedoch ein kleines bisschen Wehmut. Mit Bildergalerie!

Die St. Georgener Bergstadtgeschichten sind Bergstadt-Geschichte. Als sich die Mitwirkenden nach der dritten Show am Sonntagnachmittag auf der Bühne ein letztes Mal zum großen Finalbild versammelten und das Publikum den donnernden Schlussapplaus auf die Protagonisten niederprasseln ließ, war dies gleichzeitig der Schlussakkord einer sechsteiligen Erfolgsgeschichte der von SÜDKURIER und Rainer Jörger ins Leben gerufenen Multimediashow.

Bevor es jedoch soweit war, wurden die rund 1300 Besucher am Samstag und Sonntag bei drei Shows in der Stadthalle bestens unterhalten. Bergstadtgeschichtenerzähler Rainer Jörger hat sich erneut auf die Suche nach interessanten Menschen und deren spannenden Geschichten gemacht. Und sie gefunden. "St. Georgen war für mich eine wahre Quelle der Inspiration", sagte er und bedankte sich für die Treue, die die Bürger über sechs Jahre bewiesen haben. Er nannte auch den Grund, weshalb er aufhört. "Es warten andere spannende Projekte, denen ich mich widmen möchte."

SÜDKURIER-Chefredakteur Stefan Lutz erinnerte an den Anfang. "Als wir 2011 die Idee geboren und 2012 die erste Show gezeigt haben, haben wir gedacht, vielleicht kriegen wir das sogar zwei Mal hin." Dass es letztendlich sechs erfolgreiche Jahre mit insgesamt knapp 10 000 Besuchern und mehr als 800 Mitwirkenden werden würden, damit hatte er damals nicht gerechnet. "Das ist ein überragendes Engagement. Ich danke allen Leserinnen und Lesern, die mit ihrem Besuch die Bergstadtgeschichten lebendig gemacht haben. Es war eine tolle Zeit." Umso mehr bedauerte er, dass es die Show in dieser Form nicht mehr geben wird. "Das ist sehr schade, wir hätten gerne noch weitergemacht." Auch Bürgermeister Michael Rieger gestand; "Ich bin ein bisschen traurig."

Es geht Schlag auf Schlag

Zeit für zu viel Wehmut blieb indes nicht. Schlag auf Schlag sorgten die Geschichten für zweieinhalb Stunden beste Unterhaltung. Die Imker Franz Rothfelder und Barbara Hanke gaben einen Einblick in die aufwendige Honigproduktion. Auf der Bühne verriet Barbara Hanke ihr Lieblingsgericht mit Honig. "Brot mit viel Butter und noch mehr Honig." Als echte Sauerei angekündigt, grunzten sich die Ferkel aus der Schweinezucht von Anja und Andreas Burwig in die Herzen der Zuschauer. Und die Jugendfeuerwehr stellte unter Beweis, dass die Bürger ruhig schlafen können, weil der Feuerwehrnachwuchs in den Startlöchern steht.

Mit welchen Tricks bei der Produktion von Werbefilmen gearbeitet wird und was hinter den Kulissen so alles schief laufen kann, zeigte Werbfilmregisseur Steffen Hacker. Der weilte zur Premiere noch bei Dreharbeiten in Dubai, stand aber am Sonntag auf der Bühne. Und berichtete unter anderem, wie ihm bei einem Dreh in Indien ein ausgewachsener Elefant abhandenkam. "Der wurde entführt und als wir den Entführern klar machten, dass wir kein Lösegeld bezahlen, setzten sie ihn wieder aus, weil sie nicht bedachten, wie viel so ein Tier frisst." Musikalisch sorgte die Peterzeller Sängerin Silke Vogt für rockige und gefühlvolle Momente. Für die Damen der Showtanzgruppe Apassiodanza und Tanztick schloss sich ein Kreis. Sie waren bereits bei der Premiere vor sechs Jahren mit dabei. In einem Porträt über Jürgen Frommherz erfuhren die Zuschauer mehr über den Dirigenten, der die Stadtmusik 30 Jahre lang musikalisch leitete.

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Bergstadtgeschichten St. Georgen: Interessante Menschen, ihre spannenden Geschichten, Bilder aus außergewöhnlichen Pespektiven: Der SÜDKURIER präsentiert die große Multimedia-Reportage "Bergstadtgeschichten" von Rainer Jörger in St. Georgen. Alle Artikel, Bilder und Videos zum Thema finden Sie hier im SÜDKURIER-Themenpaket.
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