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St. Georgen Feuer und Flamme für Tunnelsicherheit

Mit 100 Teilnehmern verzeichnet der Virtual Fires Kongress einen neuen Rekord. Experten informieren sich zum Thema Tunnel und Brände.

Einen Teilnehmerrekord verzeichnet der sechste Virtual Fires Kongress. 100 Fachkräfte von Feuerwehren, Rettungs- und Sicherheitsorganisationen informieren sich in St. Georgen zum Thema Tunnelsicherheit.
Einen Teilnehmerrekord verzeichnet der sechste Virtual Fires Kongress. 100 Fachkräfte von Feuerwehren, Rettungs- und Sicherheitsorganisationen informieren sich in St. Georgen zum Thema Tunnelsicherheit. | Bild: Bild: Sprich

St. Georgen – Mit knapp 100 Teilnehmern verzeichnete der Virtual Fires Kongress einen neuen Rekord. Zur zum sechsten Mal vom Virtual Dimension Center (VDC) St. Georgen und der Visenso GmbH im Technologiezentrum (TZ) initiierten Fachtagung für virtuelle Realität und Simulation waren teilweise hochrangige Vertreter von Feuerwehren, Rettungsdiensten und Sicherheitsunternehmen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz gekommen. Schwerpunkt in diesem Jahr war das Thema „Tunnelsicherheit“.

Bürgermeister Michael Rieger bezeichnete St. Georgen in seiner Begrüßung angesichts der 39 Eisenbahntunnel der Schwarzwaldbahn als idealen Ort für einen Kongress zum Thema. Wie er sagte, könne es gerade in alten Tunnelanlagen keine 100-prozentige Sicherheit geben. Das hätten die schweren Unfälle der vergangenen Jahre gezeigt. Wie schwer es ist, sich in einem Tunnel zurechtzufinden, konnte Rieger im vergangenen Jahr selbst erleben, als er bei einer Übung im Sommerauer Tunnel mit dabei war. „Die Gefahren sind unter Tage um ein Vielfaches höher. Man muss sich im Dunkeln zurechtfinden, der Rauch kann nicht ungehindert abziehen“, sagte er. Günther Leßnerkraus vom Wirtschaftsministerium sagte, mit dem Thema haben die Veranstalter ins Schwarze getroffen: „Man kann sich nicht erst im Ernstfall mit den Gefahrensituationen befassen. Man muss präventiv tätig sein.“ Nur bestens ausgebildete und ausgerüstete Einsatzkräfte könnten im Ernstfall richtig handeln und Leben retten. „Eine Krise im Tunnel kann schnell zum Horrorszenario werden“, sagt Leßnerkraus. Es gebe bereits die theoretische Möglichkeit, dass Kraftfahrzeuge mit der Infrastruktur kommunizieren können. Man müsse alle Möglichkeiten ausschöpfen. „Die Sicherheit der Menschen ist nicht diskutierbar.“

Wie ein Höchstmaß an Tunnelsicherheit aussehen kann, das verdeutlichten gestern etliche Referenten. Dabei wurde deutlich, welche wichtige Rolle Licht und visuelle Wahrnehmung im Tunnelraum spielen. Dazu referierte Christian Bartenbach von einem Lichtlabor in Innsbruck. Außerdem wurden die Möglichkeiten von virtueller Realität und Simulation vorgestellt. In einem weiteren Fachvortrag wurden die Möglichkeiten der virtuellen Realität etwa bei Gestaltungsvarianten von Notausgängen in Straßentunneln dargestellt.

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