Mein

St. Georgen Energiesparen fängt im Keller an

01.06.2010


St. Georgen – Steigende Energiekosten und die zunehmende Verantwortung der Umwelt gegenüber veranlassen immer mehr Hausbesitzer, sich Gedanken zu machen, wie man in den eigenen vier Wänden möglichst viel Energie einsparen kann.

Während heutige Bauherren dies bereits bei der Wahl der Baumaterialien steuern können, muss bei älterem Bestand nachträglich die Energiesparhand angelegt werden. Einen groben Überblick über den Ist-Zustand verschafft ein Energie-Check. Den bieten immer mehr Handwerker als kostenlose Serviceleistung an.

Als Hilde und Volker Grieshaber 1977 ihr Haus an der Galetsch bauten, stand die energetische Frage nicht im Vordergrund. Das Haus wurde mit den damals verfügbaren Baumaterialien gebaut und Energie war billig. Heute, 33 Jahre später, sieht die Sache anders aus. Um die 200 Quadratmeter Wohnfläche warm zu kriegen, müssen Grieshabers immer mehr Energie aufwenden. „Wir haben festgestellt, dass es in der Küche immer zugig war“, erklärt Hilde Grieshaber. Dies war der Auslöser, den Zustand des Hauses überprüfen zu lassen. Von Gerhard Heinzmann, Inhaber eines Zimmereibetriebes, ließen sie ihr Haus genau unter die Lupe nehmen.

Wie kommt ein Zimmermeister dazu, ein Haus vom Keller bis unters Dach auf den energetischen Zustand zu untersuchen? „Das kann praktisch jeder Handwerksbetrieb machen“, erklärt Heinzmann (siehe Infokasten). Dazu wird ein umfangreicher Fragenkatalog abgearbeitet. Hierbei werden Fragen zur Gebäudehülle, Heizungsanlage, Öl- oder Gas- und Stromverbrauch, Dachisolierung, Art der Fenster und Türen und Verglasung und vieles mehr erfasst und je nach Zustand, Bauart oder Alter auf einer Farbskala bewertet. Die reicht von hellgrün für „sehr gut“ bis dunkelrot, was für „dringender Handlungsbedarf“ steht. Anhand des Ergebnisses kann der Hausbesitzer dann entscheiden, ob und im welchem Umfang er energetische Maßnahmen ergreifen will.

Nach dem knapp einstündigen Energie-Check steht fest: Am Haus von Hilde und Volker Grieshaber gibt es einige Möglichkeiten, die Energieeffizienz zu steigern. Die allgemeine Substanz würde zwar noch im „gelben“ Bereich der Skala liegen. Ausreißer durch Dämmung der Kellerdecken und Außenwände und die nur lückenhaft gedämmten Heizungsrohrleitungen drücken den Pfeil auf der Skala jedoch in den hellroten Bereich. „Für damals war das Haus, so wie es gebaut wurde, in Ordnung. Aber für heute reicht es nicht mehr“, beschrieb Gerhard Heinzmann den Zustand. Volker Grieshaber zeigt sich über das Urteil nicht überrascht. „Damals hat man eben so gebaut.“ Trotzdem sind sie froh, den Energie-Check gemacht zu haben.

„Jetzt wissen wir genau, wo die Schwachstellen sind.“ Der Energie-Check ist nicht die erste Maßnahme, die die Grieshabers einleiten, um Energiekosten zu sparen. „Vor zehn Jahren haben wir eine neue Heizung eingebaut und so den Heizölverbrauch deutlich gesenkt.“ Im nächsten Schritt wird eine Kostenanalyse erstellt. Dann entscheidet Volker Grieshaber, in welchem Umfang saniert wird.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln