St. Georgen Deutlich mehr Touristen kommen in die Stadt

2016 knapp zehn Prozent mehr Gästeankünfte. Übernachtungszahl steigt weniger stark. Hotel Rosengarten sorgt für einen Anstieg.

Der Tourismusbericht für St. Georgen liest sich gut: Genau 9,1 Prozent mehr Gäste sind im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2015 in die Bergstadt gekommen. 16 406 Gäste kamen für einen Aufenthalt in die Stadt. Zwar ist die Zahl der Übernachtungen weniger stark gestiegen (1,2 Prozent auf 68 591), auch weil die Leute im Schnitt immer kürzere Aufenthalte buchen, doch insgesamt zeigten sich die Mitglieder des Gemeinderates bei der Vorstellung des Berichts in der jüngsten Sitzung des Gremiums sehr zufrieden mit der Bilanz.

  • Rosengarten beeinflusst Statistik: Viele der zusätzlichen Gästeankünfte sind dem Hotel Rosengarten im Stockwald zuzurechnen, das Mitte des Jahres 2016 eröffnet hat. Für den Bereich Stockwald liegt die Steigerung für die Ankünfte deshalb bei 1250 Prozent. Anstatt 102 Gäste im Jahr 2015 kamen im vergangenen Jahr 1377 Touristen in den Stockwald.
  • Bettenangebot nimmt zu: Erstmals seit 2010 ist damit auch das Bettenangebot in der Bergstadt gestiegen, auf nun 767. Insgesamt ist diese Anzahl aber in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Im Jahr 1996 waren noch 1126 Betten verfügbar.
  • Meiste Gäste kommen im Herbst: „Der Oktober gilt nach wie vor als Wandermonat“, sagte Julian Schmitz, Geschäftsführer des Ferienlandes, bei der Vorstellung seines Berichts. Mit 2102 Gästen kamen in keinem Monat mehr Gäste in die Bergstadt. Blickt man jedoch auf die Übernachtungen, so sticht besonders der August mit 9975 hervor, weil Touristen dort mehr Zeit für ihren Sommerurlaub einplanen.
    Zahlreiche Wanderwege in und um St. Georgen laden zu Touren ein. Bild: Roland Sprich
    Zahlreiche Wanderwege in und um St. Georgen laden zu Touren ein. Bild: Roland Sprich | Bild: Roland Sprich
  • Übernachtungen im Freizeitheim: Diese Übernachtungsart liegt in der Tourismus-Statistik mit 5284 vorne. Nahezu gleichauf mit Hotels (5283) und Ferienwohnungen (5258). In der letztgenannten Zahl sind auch jene Übernachtungen auf Bauernhöfen und in Mühlen aufgelistet.
  • Trend zum kurzen Aufenthalt: Im Jahr 1996 blieb ein Gast noch im Schnitt rund 6,8 Tage in der Stadt. Die Aufenthaltsdauer nimmt seither rapide ab. Sie liegt in St. Georgen heute bei rund 4,2 Tagen. Trotzdem liege dieser Schnitt, so Schmitz, höher als im gesamten Schwarzwald mit 2,7 Übernachtungen. Die Verweildauer in Hotels ist dabei in St. Georgen deutlich geringer (2,6 Tage) als in Ferienwohnungen (7 Tage).
  • Aus Deutschland und der Schweiz: Mit großem Abstand kommen die meisten Touristen aus Deutschland (14 136 Gäste und 58 466 Übernachtungen). Die ausländischen Besucher kommen überwiegend aus der Schweiz (659 und 2096) und dem europäischen Ausland. 102 Touristen kamen aus asiatischen Ländern, 88 Besucher aus den Vereinigten Staaten und Kanada und 60 aus Israel.
  • Urlaub auf dem Bauernhof: Nach wie vor liegen Ferien auf dem Bauernhof im Trend. Davon profitiert auch St. Georgen. Das gehe auch augenscheinlich so weiter, so der Ferienland-Geschäftsführer.
    Ferien auf dem Bauernhof werden in St. Georgen immer beliebter. Bild: Roland Sprich
    Ferien auf dem Bauernhof werden in St. Georgen immer beliebter. Bild: Roland Sprich
  • Großer Sprung steht noch bevor: Nicht nur der bereits vorhandene Aufwärtstrend lässt die Verantwortlichen zufrieden in die Zukunft blicken. Durch das Hotel Federwerk, das gerade in der Bahnhofstraße entsteht, wird die Übernachtungsstatistik aller Voraussicht nach einen gewaltigen Sprung nach vorne machen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass so ein Hotel-Neubau der ganzen Region Schwung geben wird“, sagte Julian Schmitz über die Strahlkraft eines solchen Projekts. Es habe sich bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass Qualität der Maßstab aller Dinge sei. Für die Stadt ist diese Investition von privater Seite ein Glücksfall, wie Bürgermeister Michael Rieger in der Sitzung des Gemeinderates erneut betonte.

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