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St. Georgen Der Klang von Studer-Revox bleibt für Fans unvergesslich

Mit Wolfgang Arno Winkler Tonbandgeschichte erlebt: Sonderausstellung zur Firmengeschichte im Deutschen Phonomuseum in St. Georgen.

St. Georgen – Für Generationen von Tonbandfreunden galt der Besitz eines Studer-Revox-Tonbandgeräts als Krönung. Danach kommt nichts mehr – oder nur ganz wenig. Und der geistige Vater dieser Erfolgsgeschichte, Willi Studer, galt als ein universeller Erfinder in der Welt der Elektronik. Mit der Eröffnung der Sonderausstellung im Deutschen Phonmuseum schilderte Wolfgang Arno Winkler das Lebenswerk des bedeutenden Schweizers.

Willi Studer wurde am 17. Dezember als Wilhelm Mosimann in Zürich geboren, wuchs bei Pflegeeltern auf und übernahm als 14-Jähriger deren Familiennamen. Nach neun Jahren Grundschule trat Willi Studer die Lehre als Elektrofeinmechaniker an, aber "brach die Lehre nach wenigen Monaten ab, da ihm sein Meister nichts mehr beibringen konnte."

Winkler hatte überaus akribisch recherchiert. Es gelang ihm, Studers Lebenswerk facettenreich zu schildern. Für ausgemachte Freunde der Produkte aus dem Hause Studer hatte Winkler die eine und andere Geschichte parat. Die hauptsächliche Erfolgsgeschichte ist mit den bereits legendären Studer-Revox-Tonbandgeräten verbunden. Wolfgang Arno Winkler ist selbst ein begeisterter Anhänger dieser Geräte. Seine unzähligen Konzertaufnahmen entstanden mit Revox-Tonbandgeräten.

Erstaunlich war, dass Willi Studer mit 19 Jahren den Schritt in die Selbständigkeit mit dem Bau des Radioempfängers Tell wagte. Dem entstandenen Radioboom Anfang der 1930er Jahre wurde schnell ein Ende gesetzt, da Studers Geräte zwar technisch überragend, doch zu teuer waren. Kurz darauf legte Willi Studer die Radiotechnik-Fachprüfung ab und wurde in der Radioindustrie zu einem begehrten Konstrukteur von Radiogeräten.

Als Studer 1949 zur Tonbandtechnik kam, war der Grundstock für sein späteres Wirken gelegt. In Regensdorf in der Schweiz entstand die erste Firma, später Niederlassungen in Löffingen, Bonndorf, Ewattingen und Bad Säckingen. Hier entstanden Qualitätsprodukte mit besten internationalen Bewertungen und Auszeichnungen am Weltmarkt.

So führt Wolfgang Arno Winkler weiter aus, dass die Sonderschau auf die Anfangszeit der Studer-Tonbandgeräte-Entwicklung eingeht. Lediglich der auf den Geräten angegebene Name weist auf die Verwendungsart hin. So werden Geräte für den Amateur- und Semiprofessionalbereich mit Revox und die Geräte im Studioeinsatz mit Studer bezeichnet. Hochbetagt verstarb Willi Studer am 1. März 1996. In St. Georgen lebt mit Oswald Henninger ein Mann, welcher mit seinem damaligen Chef Hermann Papst einst Willi Studer persönlich kennenlernen durfte.

Servicemöglichkeit

Für Revox-Besitzer ist sichergestellt, dass sie ihre Tonbandgeräte bei der Revox-Niederlassung in Villingen-Schwenningen, Am Krebsgraben 15, reparieren lassen und zum Service bringen können. Ein Großteil der älteren Tonbandgeräte stammt aus der Villinger Niederlassung. (wm)

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