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18.05.2011  |  von  |  0 Kommentare

St. Georgen „Der Beruf hat sich stark verändert“

St. Georgen -  Der St. Georgener Holzbaubetrieb Heinzmann feiert sein 50-jähriges Jubiläum. Am Samstag, 28. Mai, findet dazu ein Tag der offenen Werkstatt statt.

Zimmermeister Eugen Heinzmann gründet im November 1961 seinen eigenen Holzbaubetrieb in der Bergstadt.  Bild: Bilder: privat

1991 übernimmt Gerhard Heinzmann den Familienbetrieb von seinem Vater.



„Der Beruf hat sich stark verändert“

St. Georgen – Bereits seit einem halben Jahrhundert dreht sich bei Familie Heinzmann aus St. Georgen alles rund ums Holz. Den Grundstein für den Familienbetrieb legte Firmengründer Eugen Heinzmann im November 1961. Am Samstag, 28. Mai, wird der runde Geburtstag des Unternehmens mit einem Tag der offenen Werkstatt gefeiert.

Eugen Heinzmann hat das Zimmererhandwerk von der Pike auf gelernt. Er absolvierte seine Lehre in Tennenbronn und verbrachte seine Gesellenjahre in Auggen im Marktgräflerland, in Tennenbronn sowie St. Georgen. Nach dem Besuch der Meisterschule in Tübingen eröffnete Eugen Heinzmann 1954 seine erste eigene Werkstatt in der Bergstadt. „Das war in der Nähe der Robert-Gerwig-Schule“, erzählt sein Sohn Gerhard, „allerdings musste er die Werkstatt wieder aufgeben, da das Gebäude abgerissen wurde.“ Danach arbeitete Eugen Heinzmann in der Zimmerei Hils in St. Georgen. „Als der alte Hils starb, hatte sein Sohn Robert keinen Zimmermeister mehr“, berichtet Seniorchefin Elsa Heinzmann, „ohne Meister hätte er die Werkstatt schließen müssen. Daher holte er meinen Mann und sie führten den Betrieb fünf Jahre gemeinsam.“

„Der Beruf hat sich stark verändert“
1961 wagte Eugen Heinzmann den Schritt in die Selbständigkeit erneut. Er mietete das Gebäude der ehemaligen Staiger-Galvanik an der B 33 und gründete die Zimmerei Heinzmann. Zwölf Jahre später wurde es dem Handwerker in der Mietwerkstatt zu eng. Daher kaufte er das Grundstück in der Industriestraße und errichtete dort ein Werkstattgebäude. 30 Jahre nach der Gründung übergab Eugen Heinzmann sein Lebenswerk an seinen Sohn Gerhard. „Das Unternehmen ist genauso alt wie ich. Ich bin damit groß geworden und mit der Zeit reingewachsen“, sagt Gerhard Heinzmann. 1995 starb der Firmengründer Eugen Heinzmann.

„Der Beruf hat sich mit den Jahren stark verändert“, meint Gerhard Heinzmann. Während sein Vater in erster Linie klassischen Zimmermannsarbeiten nachging, seien inzwischen neue Aufgabenfelder hinzugekommen. „Mein Vater hat damals vor allem Dachstühle an Neubauten errichtet – vom Flachdach bis zum Satteldach. Er hat das Holz in der Werkstatt zugeschnitten und die Dachkonstruktion vor Ort mit langen Nägeln zusammengebaut.“ Heute seien Neubauten weniger geworden, jetzt gehe es in erster Linie um Sanierungsarbeiten. „Nehmen wir zum Beispiel die Dämmung von Dächern. Zu Zeiten meines Vaters war die bloße Anwesenheit von Dämmstoffen schon hoch modern. Heute herrschen andere Standards“, sagt Gerhard Heinzmann. Daher hat sich der Zimmermeister inzwischen zum Gebäudeenergieberater weitergebildet.

Besonders stolz ist der Inhaber der Holzbaufirma auf seine Mannschaft. Gerhard Heinzmann wird von drei Gesellen, einem Lehrling und einem Helfer unterstützt. Seine Frau Margitta arbeitet im Büro. „Wir haben ein sehr gutes Team. Über so eine Truppe würde sich so mancher Chef freuen.“

Zum Thema: Offene Werkstatt
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