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St. Georgen Brand in Kindertagesstätte Schatzinsel nimmt glimpfliches Ende

In der Kindertagesstätte „Schatzinsel“ in St. Georgen hat es am Mittwochmorgen gebrannt. Offenbar hatte Papierabfall, der an der Außenfassade des Gebäudes zur Entsorgung bereit stand, Feuer gefangen. Es wurde niemand verletzt, das Feuer schwärzte die Fassade und beschädigte Rolläden.

Zwei Techniker der Kriminalpolizei untersuchen die Brandstelle beim „Schatzinsel“-Kindergarten in St. Georgen, nachdem das Feuer gelöscht wurde. Bisher ist unklar, warum der Papierabfall an der Außenfassade des Gebäudes Feuer fing.
Zwei Techniker der Kriminalpolizei untersuchen die Brandstelle beim „Schatzinsel“-Kindergarten in St. Georgen, nachdem das Feuer gelöscht wurde. Bisher ist unklar, warum der Papierabfall an der Außenfassade des Gebäudes Feuer fing. | Bild: Sprich

Große Aufregung herrschte gestern Morgen in der Kindertagesstätte „Schatzinsel“ in St. Georgen: Papierabfall, der an der Außenfassade des Gebäudes zur Entsorgung bereitgestellt war, fing aus bisher ungeklärter Ursache Feuer. Im Inneren des Gebäudes entstand kein Schaden und Kinder und Betreuerinnen blieben unverletzt. Trotzdem zogen sie gestern vorübergehend in das evangelische Gemeindehaus um. Denn der Brand hatte zu einem Stromausfall geführt. „Deshalb sind wir mit den Kindern in das Gemeindehaus ausgewichen“, nennt Erzieherin Stephanie Aberle den Grund für den Umzug. Eltern, die die Möglichkeit hatten, holten ihre Kinder wieder ab. „Wir haben sie teilweise angerufen und für die anderen Eltern ein Plakat an die Türe des Kindergartens gehängt, damit sie wissen, wo sie ihre Kinder finden“, sagt Stephanie Aberle. Den Rest des Tages verbrachten die Kinder und ihre Betreuerinnen im Gemeindehaus. Städtische Mitarbeiter verwöhnten sie dort mit Brezeln und heißem Kakao.

Am heutigen Donnerstag können die Kinder aber wieder in ihrer gewohnten Umgebung spielen. Denn im Inneren des Gebäudes wurde nichts beschädigt. „Das Hauptproblem ist der beißende Geruch, den das Feuer hinterlassen hat“, sagt Susanne Muschal, Leiterin des Hochbauamtes der Stadt. Vor allem im Keller des Kindergartens riecht es noch heftig nach dem Rauch. „Als das Feuer ausbrach, war wegen eines durchführenden Kabels das Kellerfenster geöffnet“, sagt Susanne Muschal. Deshalb konnte der Rauch des Feuers direkt in den Keller strömen. Gegenstände, die dort gelagert waren, müssen nun gereinigt werden. Damit der Kindergartenbetrieb heute wieder richtig aufgenommen werden kann, wurde gestern kräftig durchgelüftet und geputzt.

Wie eine Mitarbeiterin des Kindergartens gegenüber dem SÜDKURIER schilderte, bemerkten die Kolleginnen des Frühdienstes am Mittwochmorgen Brandgeruch und verständigten Polizei und Feuerwehr. Auch Mitarbeiter der Stadt, darunter der Leiter des Ordnungsamtes, Markus Esterle, machten sich vor Ort ein Bild vom Ausmaß des Schadens. Das Feuer hatte die Außenfassade rußgeschwärzt und außerdem die Rollläden beschädigt.

Da die Ursache für den Brand noch unklar ist, hat die Kriminalpolizei Villingen-Schwenningen die Ermittlungen aufgenommen. Gestern Morgen waren zusätzlich zu Polizei und Feuerwehr zwei Beamte der kriminaltechnischen Untersuchung vor Ort. Bisher gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. „Aber eine Brandstiftung ist wahrscheinlich“, sagt Susanne Muschal.

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