St. Georgen Blick in Rathaus und Tiefgarage: Wenn das Wasser schon von der Decke tropft

Bürgermeister Michael Rieger und Stadtbaumeister Reinhard Wacker zeigen, warum die Sanierung von Rathaus, Tiefgarage und Marktplatz dringend notwendig ist. Die Verwaltung muss dann zeitweise in Firmengebäue ziehen.

Es ist ein bisschen wie eine Zeitreise, wenn man im St. Georgener Rathaus den Elektroraum im Keller betritt. Das, was dort an Technik an der Wand hängt, erinnert irgendwie an den letzten Besuch im Museum. Bei einem Rundgang haben Bürgermeister Michael Rieger und Stadtbaumeister Reinhard Wacker nun über das anstehende Großprojekt für St. Georgen gesprochen: Die Sanierung von Rathaus, Tiefgarage und Marktplatz. Damit könnte es im besten Fall, die Planung ist von Fördergeldern abhängig, im Jahr 2019 losgehen.

Michael Rieger (rechts) und Reinhard Wacker beim Rundgang durchs Rathaus.
Michael Rieger (rechts) und Reinhard Wacker beim Rundgang durchs Rathaus.

Das wird die Stadt, so kalkulieren Rieger und Wacker, einen zweistelligen Millionenbetrag kosten. Doch gerade deshalb wollen sie dafür sensibilisieren, wie notwendig diese Maßnahme tatsächlich ist. Nasse Wände, eine Isolierung, die ihren Namen nicht verdient und bröckelnder Putz an den Wänden – ein repräsentatives Schmuckstück ist das Rathaus der Stadt schon lange nicht mehr.

Manche werden sich noch an den Bau und die anschließende Einweihung im Jahr 1972 erinnern. Nun also, knapp 50 Jahre später, steht die Stadt vor einer großen Aufgabe: "Wir sollten uns alle freuen, wenn wir hinterher eine schöne Innenstadt haben. Nur der Weg dahin, der könnte einfacher sein", sagt Bürgermeister Michael Rieger und fügt an: "Wir können nicht mehr lange warten."

Zur ohnehin schon großen Aufgabe kommen Tiefgarage und Marktplatz noch hinzu. In die Tiefgarage unter dem Rathaus dringt viel Wasser ein, Rohre sind undicht und besonders komfortabel ist die Nutzung der Parkplatze ebenfalls nicht. Viel zu eng, verwinkelt und sehr dunkel ist es dort. "Die ganze Sache wird viel Lärm, Stress und Staub verursachen, aber wenn wir es jetzt nicht machen, dann wird diese Chance die nächsten zehn Jahre nicht mehr kommen", sagt Bürgermeister Rieger.

Kein schöner Anblick: Die Tiefgarage wird mehr und mehr zur Tropfsteinhöhle.
Kein schöner Anblick: Die Tiefgarage wird mehr und mehr zur Tropfsteinhöhle.

Eingeschränkt wird in diesem Zeitraum auch die Verwaltung. Sie muss umziehen, weil das Rathaus in der Sanierungsphase nicht nutzbar ist. "Wir werden in einem Firmengebäude unterkommen, in dem noch Räumlichkeiten verfügbar sind", sagt Michael Rieger.

Zeitplan

Die Sanierung von Rathaus, Tiefgarage und Marktplatz ist Teil des Stadtentwicklungskonzepts. Im Oktober wird die Stadt die Anträge auf Fördermittel stellen, im November wird der Gemeinderat auf einer Klausurtagung über das Thema sprechen. Bei optimalem zeitlichen Ablauf, was vor allem von der Bewilligung der Gelder abhängt, wird der Baustart für die Sanierung im Jahr 2019 sein. (pga)

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