St. Georgen - Bei der Phonobörse am Samstag standen die Geräte im Mittelpunkt, die die Geschichte der Phonindustrie entscheidend geprägt haben. Vor allem der Name Dual wirkte dabei wie ein Lockmittel und zog mehr als 400 Besucher aus nah und fern in die Stadthalle.
Mit 38 Ausstellern war die mittlerweile neunte Phonobörse des Arbeitskreises Deutsches Phonomuseum gleich groß wie im vergangenen Jahr. "Und wir können gut behaupten, dass wir eine internationale Börse sind. Wir haben neben Anbietern aus Deutschland auch welche aus Frankreich, Schweiz, und erstmals auch aus Österreich", freute sich Jürgen Weisser vom Arbeitskreis Deutsches Phonomuseum. Was ihm auffiel, war, dass vor allem auch junge Leute die Marke Dual für sich entdeckt haben. "Viele junge Leute sammeln Dual in der gesamten Bandbreite." Als Wertanlage taugen die Plattenspieler von Dual und PE, den beiden ehemaligen St. Georgener Weltunternehmen, allerdings nicht. "Es gab in den vergangenen 15 Jahren einen starken Preisverfall", bedauerte Weisser.
Einer der jungen Sammler ist Michael Kern aus Reutte in Tirol. Zusammen mit seinem Vater Helmut und Bruder Andreas kam der 15-Jährige bereits das dritte Mal auf die Phonobörse nach St. Georgen. "Im Vorjahr und das Jahr davor waren wir als Besucher hier, jetzt sind wir Aussteller", sagt Michael Kern. Sein Interesse für Dual-Plattenspieler begann vor drei Jahren. Da bekam er von Vater Helmut einen alten Plattenspieler geschenkt. Über das Internet ersteigerte er sich weitere Exemplare. Wegen der gesteigerten schulischen Anforderungen sieht sich der 15-Jährige gezwungen, einen Teil seiner Sammlung aufzugeben. Doch nach wie vor ist er von der Marke Dual begeistert. "Die Geräte sind von der Qualität her Spitzenklasse und der satte Klang ist einfach gut", sagt er.
