St. Georgen 1,5 Millionen Euro mehr: Gewerbesteuern sorgen für gute Haushaltslage

Neuer Kämmerer stellt Nachtragshaushalt vor. Gesamtergebnis für das laufende Haushaltsjahr weist Plus auf.

Die Stadt wird bis zum Jahresende ein deutlich besseres Haushaltsergebnis erwirtschaften, als bisher erwartet. Das zeigte nun der Nachtragshaushalt, den der neue Kämmerer Stephan Fix in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates vorstellte. Demnach sind es vor allem die höheren Gewerbesteuer-Einnahmen, die das Zahlenwerk der Stadt St. Georgen in ein positives Licht rücken. Rund 1,5 Millionen Euro Mehreinnahmen erwartet die Verwaltung hier. Die erwarteten Einnahmen belaufen sich damit auf rund sieben Millionen Euro.

Ein weiteres großes Plus sieht der Nachtragsplan bei den Einnahmen aus dem Einkommensteueranteil der Arbeitnehmer. Hier rechnet die Verwaltung mit 6,49 Millionen Euro, das sind 314 000 Euro mehr als ursprünglich erwartet. Anstatt eines eingerechneten Gesamtergebnisses mit einem Minus von 470 000 Euro bleiben nach aktuellen Berechnungen zum Jahresende knapp 1,1 Millionen Euro.

"Wir haben in den letzten 15 Jahren mit Ausnahme der Wirtschaftskrise keine neuen Kredite aufgenommen.", sagte Bürgermeister Michael Rieger im Verlauf der Gemeinderatssitzung. Dies sei möglich gewesen, "trotz aller Investitionen, die wir getätigt haben". Jüngstes Beispiel hierfür ist sicherlich die Sanierung des Hallenbads, die in Summe rund sieben Millionen Euro gekostet hat. Der Investitionsspielraum sei aber, so der Bürgermeister weiter, trotz der aktuell guten Lage eingeschränkt. Hier sei ein Großteil der Finanzkraft durch anstehende Großprojekte auf viele Jahre gebündelt. Zu nennen sind hier sicherlich die Sanierung der Innenstadt mitsamt Rathaus, Tiefgarage und Marktplatz und auch die Sanierung des Bildungszentrums.

In beiden Fällen geht die Verwaltung von nötigen Investition im zweistelligen Millionenbereich aus. Eine detaillierte Kosten-Aufstellung gibt es für die Projekte bislang noch nicht. Trotzdem müsse man aufgrund dieser bevorstehenden Kosten schon jetzt in Sachen Investitionen klare Prioritäten setzen.

Der Schuldenstand St. Georgens wird sich zum Jahresende 2017 auf vorraussichtlich 3,69 Millionen Euro belaufen, was 286 Euro pro Einwohner beträgt. Der Landesdurchschnitt belief sich zuletzt bei Kommunen der größe St. Georgens auf 359 Euro je Einwohner.

Kämmerer Stephan Fix sprach beim Nachtragshaushalt von einem "sehr guten Ergebnis" und erhielt von den Mitgliedern des Gemeinderats viel Lob. "Das ist sehr positiv. Man merkt, dass sie voll in der Materie drin sind", sagte Joachim Kleiner (FW). Sprecher der anderen Ratsfraktionen und auch Michael Rieger an: "Es macht Spaß, mit ihnen zusammenzuarbeiten", so der Bürgermeister.

Zahlen

Der Nachtragshaushalt geht bei den ordentlichen Erträgen von einem Gesamtbetrag von 30,3 Millionen Euro aus. Dem gegenüber stehen ordentliche Aufwendungen in Höhe von rund 29,1 Millionen Euro. Das Sonderergebnis weist ein Minus von 96 000 Euro aus. Das veranschlagte Sonderergebnis geht von 1,17 Millionen Euro aus. Das veranschlagte Gesamtergebnis von knapp 1,1 Millionen Euro. (pga)

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