Mein

Immendingen Tuttlingen ist jetzt reif fürs Kino

17.05.2008
Schlagwörter


Immendingen (cf) Die Welt soll endlich erfahren, wie bedeutend Tuttlingen ist. Deshalb sollen die Kreisstadt und ihre Umgebung im Mittelpunkt eines neuen Kino-Dokumentarfilms stehen. Den Streifen unter dem Titel "Auf Messers Schneide" dreht der Tuttlinger Regisseur Sören Lauinger zusammen mit dem Berliner Regisseur Ephraim Broschowski - der den Blick des Hauptstädters mit in den Film hineinbringen wird - und der fechnerMedia GmbH aus Immendingen ab Mitte Mai. Zum Filmteam gehören auch Kameramann Alecs Heiduschka, Sylivia Seuboth-Radkte (Schnitt), der Produzent Carl Fechner und Roland Fischer als "Executiv Producer".

"Tuttlingen ist im Bereich der Medizintechnik der Nabel der Welt, doch leider ist dies außerhalb der Regionsgrenzen bisher recht unbekannt", erklärte der Regisseur seine Motivation für diesen Film, mit dem er die Bedeutung Tuttlingens in die Welt hinaus tragen möchte. Seit dem Jahr 2004 hat Lauinger, der im zentralen Marketingbereich des weltweit tätigen Tuttlinger Medizinkonzerns Aesculap arbeitet, für diesen Dokumentarfilm recherchiert. Ohne einzigartige Konzentration von Medizintechnik-Firmen in Tuttlingen wären viele Operationssäle auf der ganzen Welt so gut wie leer, betonte Lauinger.

Er hatte den Drang, diese Geschichte im Kontext der Globalisierung zu erzählen. Lokale und internationale Charaktere, ein anspruchsvolles visuelles Konzept und ein hoch motiviertes fünfköpfiges Filmteam sollen dafür sorgen, dass mit diesem Film großes Kino entsteht.

Die Hauptpersonen dieses Film sind der 79-jährige Souterrain-Mechaniker Siegfried Hirt, die 19-jährige Auszubildende Sarah-Linda Schmid, die Geschäftsführerin der Karl Storz GmbH & Co. KG, Sybille Storz, und Aesculap-Chef Michael Ungethüm.

Die Dreharbeiten beginnen am kommenden Montag, 19.Mai, und dauern bis Sonntag, 25. Mai, sollen laut dem Executiv-Producer Roland Fischer, die ersten Etappen gefilmt werden. Weitere Drehtage finden im Juni statt und im September gehen die insgesamt 25-tägigen Drehtage in Singapur und Pakistan weiter. Das Budget für diesen Film liegt bei rund 240000 Euro, die Anschubfinanzierung sichern Sponsoren.

"Dieses Thema vereint alle Aspekte der Industrialisierung und Globalisierung und es war mir wichtig, diese Prozesse aufzunehmen und in ihrer Tiefe zu beleuchten", erklärte Carl Fechner, Geschäftsführer und Redaktionsleiter der fechnerMedia GmbH. Das Thema sei es wert, dass man sich nicht nur mit Angst und Frust nähere, sondern mit einer Menge Hoffnung und Optimismus. "Und dies machen wir über die Menschen, die wir in diesem Film zeigen werden, vom Auszubildenden über einen Kleinstunternehmer bis hin zum absoluten Topmanager", freute sich Fechner, der mit diesem Film auch eine Festivalwertung anstrebt.

Besonderen Wert legt Fechner darauf, dass der Dokumentarfilm keine Imagefilm über die Stadt Tuttlingen und ihre Firmen wird. "Es wird ein künstlerisch-journalistisch unabhängiger Film, der den Ort Tuttlingen von all seinen Seiten, von liebenswert und einmalig, aber auch die Ängste und die stressigen Seiten, die mit dem Erfolg zusammenhängen, aufzeigen wird", erläuterte Fechner.

Bis zum Ende des Jahres soll "Auf Messers Schneide" in deutsche Kinos kommen - dann ist auch eine Premierenfeier in Tuttlingen geplant.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln