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Schwarzwald-Baar-Kreis Staunende Besucher auf Tour im neuen Klinikum

18.08.2012
Schwarzwald-Baar-Kreis -  Der SÜDKURIER öffnet Türen: Leser erleben einebeeindruckende Führung im Neubau des Zentralklinikums

Es gibt viel zu sehen auf der Baustelle des künftigen Zentralklinikums zwischen Villingen und Schwenningen : Der Geschäftsführer des Schwarzwald-Baar Klinikums, Rolf Schmid (rechts), erläutert SÜDKURIER-Lesern das Großprojekt.  Bild: Pohl

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„Wir sind im Zeitplan und auch den Kostenrahmen halten wir ein.“ Diese Aussage von Klinikchef Rolf Schmid verblüffte die SÜDKURIER-Leser zu Beginn der Führung durch das neue Zentralklinikum ebenso, wie die Eindrücke, die sie während des Rundgangs durch das Gebäude zwischen Villingen und Schwenningen gewinnen konnten.

Das Interesse an der Führung, zu der diese Zeitung eingeladen hatte, war groß. Und so begrüßte SÜDKURIER-Regionalleiter Norbert Trippl gemeinsam mit dem Klinikchef Rolf Schmid 30 neugierige Leser, die die begehrten Teilnehmerplätze bei einer Verlosung gewonnen hatten. Schmid gab den Teilnehmern einen Überblick über die Planungen, die bisherigen Arbeiten und über das, was die Bürger nach der Fertigstellung erwarten dürfen. Dann ergriffen die Bürger die Möglichkeit, Antworten auf ihre Fragen zu bekommen.

Die Teilnehmer horchten auf, als der Klinikchef erklärte, dass die beiden alten Kliniken in Villingen und Schwenningen voraussichtlich für Wohnbauzwecke verwendet werden sollen. So sollen auf dem bisherigen Klinikareal in Schwenningen Wohnungen für Studenten entstehen. Allerdings werden dazu wahrscheinlich die Gebäude abgerissen und Neubauten errichtet.

Die Kritik, dass das Zentralklinikum für Bewohner von Furtwangen und Schönwald alles andere als zentral stünde, wies Schmid mit der Begründung zurück, dass das Klinikum dann „irgendwo an der Bundesstraße 27 bei Bad Dürrheim“ liegen müsste. Eine Mutter beklagte, dass ihre Tochter seit der Schließung des Krankenhauses in St. Georgen täglich zur Arbeit nach Donaueschingen fahren müsse. Schmid erklärte, dass er lieber das vorhandene Geld in die Leistungen der Klinik investiere, die den Patienten zu Gute komme, als in mehrere kleine Standorte.

Schon beim Betreten des 263-Millionen Euro-Projektes wurden die Augen bei den SÜDKURIER-Lesern immer größer. „Das ist ja Wahnsinn. Alleine würde ich hier nicht mehr herausfinden“, räumte eine Teilnehmerin ihre Orientierungslosigkeit auf der Baustelle ein. Das verübelte ihr eine andere Teilnehmerin nicht: „Unglaublich welche Dimension dieses Gebäude hat.“

Rolf Schmid führte durch den achtstöckigen Bau, zeigte den Bürgern die geplanten Patientenzimmer, in denen zwei Betten auf 27 Quadratmetern stehen werden. In jedem Zimmer ist eine Nasszelle vorhanden, die mit Dusche, Waschbecken und Toilette alles Notwendige bietet. Auf Wunsch und natürlich einem erhöhten Kostenbeitrag, werden im zukünftigen Klinikum auch Einzelzimmer zur Verfügung stehen.

„Doppelzimmer als Standard und Einzelzimmer? – Das hörte sich zu Beginn der Planung aber noch anders an“, merkte ein Teilnehmer an. „War nicht anfangs die Rede von Vierbettzimmern und Suiten?“ Klinikchef Rolf Schmid blieb die Antwort nicht schuldig: „Da war ich eine Zeit lang auf dem falschen Weg, aber man muss seine Fehler auch eingestehen können. Mit der jetzigen Planung liegen wir auf jeden Fall richtig.“ Diese Aussage stieß bei seinen Zuhörern auf Zustimmung. Nach dem Rundgang waren die SÜDKURIER-Leser nicht nur froh, die Möglichkeit der Besichtigung gehabt zu haben, sondern waren beeindruckt vom größten Bauprojekt in der Region und überzeugt, dass das Klinikum eine gute Sache ist.

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