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28.02.2011  |  0 Kommentare

Schwarzwald-Baar-Kreis Sie wollen neue Forscher für die Region gewinnen

Schwarzwald-Baar-Kreis  -  Schwarzwald-Baar (coh) Die Hochschule Furtwangen (HFU) wird für den Wissenschaftler-Nachwuchs noch attraktiver: Sie kann ihren Studenten nun einen neuen Weg zum Doktor-Titel anbieten – in einem neuen Promotionskolleg in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg. 14 Plätze für junge Wissenschaftler stehen zur Verfügung.

Sie stellen das neue Promotionskolleg – eine Zusammenarbeit zwischen Hochschule Furtwangen (HFU) und Universität Freiburg – vor (von links): Professor Holger Reinecke (Uni Freiburg), HFU-Rektor Rolf Schofer und HFU-Professor Ulrich Mescheder.  Bild: Bild: Hellweg



Sie wollen neue Forscher für die Region gewinnen

Ausgeschrieben wird im April/Mai.

Der höchste Abschluss, den Studierende bislang an der Hochschule Furtwangen (HFU) absolvieren konnten, war der Master. Wollten sie sich weiter wissenschaftlich profilieren, mussten die Master-Absolventen unter erschwerten Bedingungen ihr Glück versuchen, um an einer Universität – beispielsweise in Freiburg – zur Promotion zugelassen zu werden.

Nun soll der Zugang zur Promotion für Absolventen der früheren Fachhochschulen verbessert werden. Weil das Land den Nachwuchs an qualifizierten Akademikern fördern will, wurden Ende 2009 Promotionskollegs ausgeschrieben. Das Ziel: eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Universitäten.

Von den 18 Bewerbungen dafür sind laut HFU-Rektor Rolf Schofer acht Projekte berücksichtigt worden, darunter das Promotionskolleg „Generierungsmechanismen von Mikrostrukturen“ des Instituts für Mikrosystemtechnik (Imtek) der Universität Freiburg und der Hochschule Furtwangen: „Die Zusammenarbeit zwischen HFU und Uni Freiburg bekommt dadurch einen stärker institutionalisierten Charakter“.

Konkret bedeutet dies, dass sich Interessenten für die 14 Plätze bewerben müssen und eine Jury mit Vertretern der HFU von den drei Standorten Schwenningen, Furtwangen und Tuttlingen sowie vom Imtek die Auswahl trifft.

Das Kolleg ist laut Rolf Schofer nicht nur eine Aufwertung des HFU-Studiums, sondern auch positiv für die Fachkräftegewinnung in der Region. Das bekräftigte auch Ulrich Mescheder, Prorektor für Forschung und Leiter des Instituts für angewandte Forschung der Hochschule Furtwangen. Das Thema des Promotionskollegs gehöre zum verarbeitenden Gewerbe mit Präzisionsarbeit, die auf neues Know-how angewiesen seien. Darüber hinaus werde in einem Bereich qualifiziertes Personal ausgebildet beziehungsweise in die Region „gelockt“, in dem es bereits Fachkräftemangel gebe.

Von den 14 Promotionsstellen stellt das Land zehn zur Verfügung, je eine finanziert das Mikroinstitut (HSG-Imit) in Villingen-Schwenningen und die PE-Stiftung St. Georgen, und zwei weitere die Landesgraduiertenförderung. Eine Promotionsstelle koste 18 000 bis 20 000 Euro pro Jahr. „Wir sind offen für weitere Stipendien über die Industrie“, so Professor Mescheder.

Während ihrer Promotion arbeiten die jungen Nachwuchswissenschaftler zur Hälfte in den Labors der Hochschule Furtwangen an den drei Hochschulstandorten Furtwangen, Villingen-Schwenningen und Tuttlingen sowie in den Labors der beteiligten Lehrstühle. Dabei geht es um Prozesstechnologie, Werkstoffprozesstechnologie, Physik und Chemie der Grenzflächen und Aufbau- und Verbindungstechnik. In dieser Zeit erhalten sie ein Stipendium, so dass sie sich voll auf ihre wissenschaftliche Arbeit konzentrieren können. „Wir würden das Thema Promotionskollegs gerne ausbauen, beispielsweise in der Medizintechnik“, so Mescheder.

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