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Schwarzwald-Baar-Kreis Schwarzwälder bei Basler Fasnacht

Die Basler Fasnacht bietet jedes Jahr ein besonderes Flair mit Laternen, Trommeln und Flöten. 98 Schwarzwälder haben die letzten Irrlichter der diesjährigen Fasnacht miterlebt.

Pünktlich um 4 Uhr gehen die Straßenlaternen aus. Die Stadt ist komplett Trommelgeräusche sind zu hören und die hohen Töne von Piccoloflöten. Aus der Menschenmenge heraus ist ein Meer von Laternen zu erspähen, dass sich langsam in Bewegung setzt. Viele kleine Exemplare auf den Köpfen der Trommler und Flötenspieler und riesige, bunte, von mehreren Menschen getragene Laternen sind die einzigen Lichtquellen in der Basler Altstadt und sorgen für eine außergewöhnliche Stimmung.

Zehntausende Besucher waren gestern dabei, als um 4 Uhr mit dem Morgenstraich die Basler Fasnacht begonnen hat. Darunter auch 98 Narren aus der Region, die mit der Schwarzwälder Narrenvereinigung in die Rheinmetropole gereist waren. Wobei die Schwarzwälder Narren und ihr Präsidium ein ungewohntes Bild boten: Sie sind in Zivil unterwegs, denn in Basel ist es nicht gern gesehen, wenn die Zuschauer verkleidet sind. Ganz anders die Lampenträger: Sie sind fantasievoll gekleidet.

Plötzlich ertönen Trommeln von hinten. Während die Fasnachtscliquen über die Rheinbrücke in die Altstadt zieht, schlägt eine weitere Gruppe auf einmal die andere Richtung ein. Und dann sind die Laternen überall. Vor einem, hinter einem und neben dran leuchtet es. Scherzhaft wird gefragt, wo den eigentlich die „Täfelebue“ sind. Bei der Narrenvereinigung sieht die Fasnacht eben ein bisschen anders aus.

Vier Stunden vorher hatte sich den Mitgliedern der Schwarzwälder Narrenvereinigung bei ihrer mitternächtlichen Ankunft in Basel noch ein ganz anderes Bild geboten. Die Straßen waren leer. Vereinzelt begegnet man Einheimischen. Erster Stopp ist die „Rio Bar“. Viele Gäste, doch keiner ist verkleidet. Die Tür geht auf – die Plätze werden an die Narren aus Fischbacher und Bad Dürrheim übergehen. Weiter geht's: Kaum ist die Gruppe 100 Meter gelaufen, die nächsten bekannten Gesichter: Hausen vor Wald. 50 Meter weiter läuft Karlheinz Bär, Vizepräsident der Schwarzwälder Narrenvereinigung. In ganz Basel scheinen nur bekannte Gesichter unterwegs zu sein. Während Christina Käfer noch davon träumt, stolze Besitzerin eines „Waggis“ – die imposanten „Schemen“ der Basler Fasnacht – zu werden, philosophiert Herbert Hauser über den Basler Weihnachtsmarkt und die Tatsache, dass hier aktuell kein Schnee liegt.

Nächster Halt: der „Lällekönig“ an der Rheinbrücke. Auch hier sitzen die Narren aus dem Schwarzwald. Zeit für eine „Mählsuppe“, die zusammen mit Zwiebel- und Käsewähe zu den traditionellen Fasnachtsgerichten gehören. Der Teller ist mit brauner Flüssigkeit gefüllt. Schmeckt irgendwie nach Bratensoße, aber gut. Und die Suppe wärmt zur frühen Stunde, schließlich ist es gleich 4 Uhr. Nun haben sich die Straßen schlagartig gefüllt. Nicht nur Schweizer und Deutsche sind unterwegs. Von rechts sind ein paar Fetzen Englisch zu hören, weiter hinten steht ein französisches Paar.

Bis zum Morgengrauen sind die Trommler und Flötenspieler noch durch Basel gezogen. Für die Schwarzwälder Narrenvereinigung ist dann Zeit, den Heimweg anzutreten. Ein junger Mann räumt an seinem Kiosk die neusten Zeitungsausgaben ein. Hier beginnt der Alltag wieder.

Die Fasnet ist jetzt auch für die Hartgesottenen erst einmal zu Ende. Aber es „goht schon wieder dagege“.

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