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Schwarzwald-Baar-Kreis Saisonstart für Hagelflieger

30.04.2011
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Schwarzwald-Baar - Ins zweite Jahr seit der Gründung geht der Verein zur Hagelabwehr, und ist mit seinem ersten Vorsitzenden Heinz Messner aus Trossingen sehr stolz darauf, auch in 2011 das Flugzeug zur Hagelabwehr in der Region ein zu setzen.Doch auch für dieses Jahr musste mächtig um die Summe von 100 000 Euro gekämpft werden, die den viermonatigen Einsatz des Fliegers gewährleistet. Schon in 2010 wurde die Summe auf den letzten Drücker dank einer Spende der FDP von 40 000 Euro zusammen getragen, sodass erstmalig in der Region ein Hagelflieger seinen Dienst verrichten konnte.

13 Einsätze wurden von Mai bis zum August geflogen, laut Messner ein voller Erfolg.

Entstanden war die Initiative für den Hagelflieger nach dem schweren Hagelunwetter, das 2006 insbesondere Villingen-Schwenningen und Trossingen heimgesucht hatte, und Schäden von über 200 Millionen Euro hinterließ. Heinz Messner selber hatte einen Schaden von 400 000 Euro in seinem Betrieb zu verzeichnen.

Dennoch stieß der Verein nicht überall auf Zustimmung, nicht alle glaubten an die Wirksamkeit des Hagelfliegers. Aber der 65-jährige Messner ließ sich nicht aus dem Konzept bringen, konnte neben 1500 Mitglieder für den Verein mit Unterstützern auch 100 000 Euro zusammen, tragen um die Stationierung am Flugplatz in Donaueschingen zu realisieren. Bereits am Donnerstag landete der Hagelflieger auf dem Flugplatz in Donaueschingen, wo er bis August zum Einsatz bereit stehen wird.

Auch für 2011 hat der Verein wieder mit viel Engagement die 100 000 Euro zusammen bekommen. Die Summe ist notwendig, um die Miete des Flugzeugs, Gebühren und Pilotenhonorar sowie den Wetterdienst zu bezahlen.

40 000 Euro steuern die Mitglieder bei, jeweils 10 000 Euro kommen von der Gothaer Versicherung und der Badischen Gemeindeversicherung. Den Restbetrag bringen mit Villingen-Schwenningen, Dauchingen, Trossingen, Durchhausen, Aldingen, Talheim, Tuningen, und Deißlingen acht Städte und Gemeinden auf, die den Hagelfliegerverein unterstützen.

Eine überraschende Spende kam vom Bürgerverien „Necklermer“ aus dem Stadtteil Neckar in Schwenningen. Sie machen einmal im Jahr ein Fest, woraus sie 1000 Euro dem Hagelfliegerverein überwiesen. „Schließlich war der Stadtteil Neckar in 2066 mit am meisten betroffen“, so Sprecher Fritz Schepper.

Giuseppe Distratis, Achilleas Timiliotis, Alexander Kranich und die einzige Pilotin Julia Färber bilden das Quartett, welches abwechselnd den Hagelflieger bei Gefahr fliegen werden. Im letzten Jahr hatte der Flieger zwar „nur“ 13 Einsätze, „In der normalen Saison kommt man jedoch gut an die 20 bis 40 Einsätze“, so die erfahrene Pilotin Julia Färber.

Dennoch waren die 13 Flüge vom Vorjahr mehr als man Einsätze in Stuttgart hatte. Gut erinnert man sich noch an den Einsatz am 3. Juli 2010. Damals war Kulturnacht in Schwenningen und der Hagelflieger sechs Stunden in der Luft. Hagelschäden hatte man in dieser Nacht keine zu verzeichnen.

Auch wenn es im zweiten Jahr ein neuerlicher Kampf des Vereins war das Geld zusammen zu bekommen, ist man stolz darauf, auch dieses Jahr wieder einen Hagelflieger in Bereitschaft zu haben. Einen zusätzlichen Erfolg kann Messner verbuchen: Die Mitgliederanzahl hat sich zum Vorjahr um 350 auf 1850 erhöht. Dennoch träumt er immer noch von 3000 bis 4000 Mitgliedern, um eine längerfristige Planungssicherheit zu haben, sowie von der Unterstützung der beiden Landkreise Schwarzwald Baar und Tuttlingen.

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