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Wer hat künftig das Sagen im Schwarzwald-Baar Klinikum? Eine Antwort auf diese Frage müssen vor allem die beiden großen Klinikum-Gesellschafter, einerseits der Schwarzwald-Baar-Kreis und andererseits die Stadt Villingen-Schwenningen, möglichst bald finden.

Wer hat künftig das Sagen im Schwarzwald-Baar Klinikum? Eine Antwort auf diese Frage müssen vor allem die beiden großen Klinikum-Gesellschafter, einerseits der Schwarzwald-Baar-Kreis und andererseits die Stadt Villingen-Schwenningen, möglichst bald finden. „Das wird noch eine sehr schwierige Baustelle im nächsten halben Jahr“, sagte jetzt Landrat Karl Heim: Er will möglichst bis zum Ende seiner Amtszeit Mitte 2012 eine Lösung mit der Stadt ausgehandelt haben.

Es geht dabei um die künftige Aufteilung der Aufsichtsratssitze der Klinikum GmbH. Bislang sind Kreis und Oberzentrum dabei gleich stark vertreten. Das ist im Fusionsvertrag der früheren Krankenhausgesellschaften von Landkreis und Oberzentrum vereinbart, obwohl Villingen-Schwenningen knapp 60 Prozent und der Kreis etwa 40 Prozent des Stammkapitals hält.

Doch diese Kräfteverhältnisse werden sich voraussichtlich bald zu ändern beginnen. 2013 wird der Landkreis, der die alleinige Finanzverantwortung für den Klinikneubau trägt, wahrscheinlich bis zu 20 Millionen Euro an die Klinikum GmbH zahlen, die das Geld dann für die Bezahlung des neuen Großkrankenhauses einsetzen wird.

Diese 20 Millionen Euro würden automatisch auch dem Stammkapital-Anteil des Landkreises gutgeschrieben – womit die Frage im Raum steht, wie stark damit das Gewicht des Landkreises in der GmbH zu Lasten der Stadt wachsen würde. Konkret: Es gibt gegensätzliche Auffassungen bei der Bewertung der GmbH und ihrer Werte. Und wie sich Änderungen in neuen Kräfteverhältnissen im Aufsichtsrat abbilden.

Festgeschrieben ist offenbar nur, dass sich die Sitzverteilung nicht ändert, bis eine Stammkapital-Aufteilung zu einem Verhältnis von 75 zu 25 Prozent verschoben hat. Was durch die 20 Millionen wohl noch nicht erreicht würde, ist VS-Oberbürgermeister Rupert Kubon überzeugt: „An der Parität im Aufsichtsrat ändert sich nichts.“

„Wir haben einen Vertrag“, sagt wiederum Heim, „doch der ist interpretatinsfähig“. Daher will Heim schon jetzt eine „Formel“ mit der Stadt aushandeln, wie Einzahlungen künftig angerechnet werden: „Wir legen dabei Wert darauf, dass sich Stadt und Kreis fair und auf Augenhöhe begegnen“.

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