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Schwarzwald-Baar Regiogeld gibt's jetzt real

27.02.2010
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Erste Scheine des Gwinner gedruckt

Schwarzwald-Baar (jos) Der Gwinner soll ein neues Zahlungsmittel für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg werden. Jetzt sind die ersten Wertscheine gedruckt und liegen zum Start der Regionalwährung bereit. Ab dem 6. März kommt es in Schramberg in Umlauf. Ab 27. März geht es in Villingen-Schwenningen los.

Bei Spitzdruck in VS-Schwenningen werden die Wertscheine digital gedruckt, die in einer Erstauflage von 46 000 Gwinner auf den Markt kommen. Zehn Merkmale sollen das Regionalgeld fälschungssicher machen, sagt Günter Tomaske vom Gwinner-Trägerverein, der für die Gestaltung der Scheine zuständig war. Da ist beispielsweise das Wasserzeichen „SP“, man verwendet kopiergeschützte Farbe und farbige Partikel sind nur unter UV-Prüfgerät sichtbar.

Auch gebe es eindeutige für jeden Schein unterschiedliche Seriennummer und das Gwinner-„G“ ist ein Hochdruck auf dem Papier. Auch werde das „Geld“ auf speziellem Papier gedruckt, so Tomaske, der sich mit dem Druckergebnis zufrieden zeigt.

Insgesamt sind es fünf unterschiedliche Wertgutscheine, die kreiert wurden. Der grüne Schein über einen „Gwinner“ ziert der Villinger Romäusturm. Auf dem roten Zwei- „Gwinner“-Schein ist das Rathaus von Schramberg zu sehen und auf fünf „Gwinner“, in blau gehalten, der Kurpark von Königsfeld. Der orangefarbene Zehn-„Gwinner“ zeigt den Bad Dürrheimer Narrenschopf und der pinke 20-„Gwinner“-Schein zeigt die Schwenninger Bärenfamilie. Über die Motive hatten SÜDKURIER-Leser per Internet-Abstimmung entschieden.

Mit der Einführung des Gwinner sollen die Kaufkraft und Arbeitsplätze in der Region gestärkt, beziehungsweise erhalten werden, weiß Günter Tomaske vom Trägerverein. In VS-Schwenningen etwa können künftig bei Naturata in der Oberdorfstraße Euros in Gwinner zum Kurs von eins zu eins eingetauscht werden. In Villingen ist es der Lebensmittelhändler „Vom Fass“ in der Niederen Straße. Jeder Nutzer des Regionalgelds wird erfasst und darf einen Verein bestimmen, der drei Prozent der Tauschsumme – in Gwinner erhält. Noch sind die Vereine sehr übersichtlich, doch könnten interessierte Gruppen Anträge stellen, das sie in den Förderungsgenuss kommen.

In der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg sind es bislang rund 80 Betriebe, die den Kunden die Möglichkeit geben mit Gwinner zu bezahlen. Doch könnten es laut Tomaske noch mehr sein. „Viele Unternehmen, aber auch Vereine warten erst einmal ab, wie die ganze Sache anläuft“, weiß er um deren Skepsis. Da sich nur der regionale Handel beziehungsweise Dienstleister am Gwinner beteiligen dürfen, wolle man hier eine „Globalisierung in der eigenen Region“ schaffen, so Tomaske. Auswärtige Filalisten dürfen sich jedoch nicht beteiligen.

Gestartet wird mit dem Gwinner am 6. März in Schramberg. Die Einführung in Villingen-Schwenningen findet mit einer Auftaktveranstaltung am 27. März im Theater am Ring statt. „Wir wollen es schaffen, dass sich der regionale Handel mit dem Gwinner identifiziert“, erläutert Günter Tomaske. Einige Betriebe gebe es schon, die aktiv aufgesprungen sind und beispielsweise eine „Gwinner-Wurst“, „Gwinner-Massage“ oder gar eine „Gwinner-Wolle“ anbieten.

Abstimmung Regiogeld
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