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Schwarzwald-Baar-Kreis Rat und Hilfe bei Schnarchen und Atemstillständen

Die Selbsthilfegruppe „Schnarchen-Schlafapnoe“ hilft Betroffenen bei ihren Problemen mit zwei veritablen Volkskrankheiten

Ulrich Obergfell leitet die Selbsthilfegruppen „Schnarchen-Schlafapnoe“.
Ulrich Obergfell leitet die Selbsthilfegruppen „Schnarchen-Schlafapnoe“. | Bild: Schimkat

Schnarchen und Schlafapnoe – also zeitweiser Atemstillstand während des Schlafs – sind offensichtlich echte Volkskrankheiten. Das zeigte sich jetzt bei einem Gesprächsgruppentreffen der Selbsthilfegruppe „Schnarchen-Schlafapnoe“ in VS-Villingen: Ulrich Obergfell, Leiter aller Selbsthilfegruppen „Schnarchen-Schlafapnoe“ im Land Baden-Württemberg, hatte damit gerechnet, dass sich dort ein kleines Grüppchen zu einer Gesprächsrunde einfinden würde – und zeigte sich ausgesprochen überrascht, dass 40 Personen eintrafen. Sie alle leiden unter der gefährlichen Schlafapnoe und fast alle benötigen nachts eine Überdruckbeatmung mit Maske zum Schlafen.

Die Selbsthilfegruppen möchten auch in der Öffentlichkeit auf die noch wenig bekannte und gefährliche Krankheit mit ihren weitreichenden Folgen aufmerksam machen.

Fünf Prozent der Bevölkerung seien von der Schlafapnoe betroffen. Viele würden zwar wissen, dass sie schnarchen, nicht aber dass sie unter Schlafapnoe leiden, erklärte Obergfell denjenigen in der Runde, die sich noch nicht von einem Facharzt, dem Schlafmediziner, untersuchen ließen.

Bei der Schlafapnoe werde nachts durch die Erschlaffung der Schlundmuskulatur die Luftröhre blockiert, der Schläfer habe eine gefährliche Atempause im Schlaf. Symptome wie Tagesschläfrigkeit, Konzentrationsschwäche, Gedächtnisstörungen, Kopfschmerz beim Erwachen, Nachtschweiß und unter anderem einem Schwindelgefühl am Morgen könnten auf die Krankheit hinweisen, so Selbsthilfegruppenleiter Obergfell.

Die verheerenden Folgen einer unbehandelten Schlafapnoe könnten Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelschwäche, in vielen Fällen Herzinfarkt oder Schlaganfall sein.

Die Teilnehmer der Runde hatten Fragen, wie oft es ratsam sei, sich im Schlaflabor überprüfen zu lassen. Früher habe man einmal im Jahr das Schlaflabor aufsuchen können, doch die Krankenkassen würden immer mehr von den Kosten zurückscheuen, antwortete Obergfell.

Habe man jedoch das Gefühl, es stimme etwas trotz Therapie mit der Maske nicht, müsse man das Schlaflabor aufsuchen, fuhr er fort. Man könne sich jedoch nicht selbst im Schlaflabor anmelden, sondern müsse sich vorher von einem Lungenfacharzt oder einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt untersuchen lassen.

Die Forschung gehe auch immer mehr in die Richtung von Geräten, mit denen man zu Hause eine eventuelle Apnoe überprüfen könne, antwortete er auf den Einwand einiger Teilnehmer, dass sie im Schlaflabor nicht schlafen könnten.

Bei der nächsten Veranstaltung will Obergfell das Thema Maske, zu dem es viele Fragen gibt, behandeln.

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