Mit seinem Schweigen hat er in den Reihen der SPD für Rätselraten gesorgt, jetzt hat Andreas Raschke sich mit einer knapp gehaltenen Mitteilung an den Ortsverein Bad Dürrheim, die Ortsvereinsvorsitzenden im Kreis, den Kreisvorstand und die Kreistagsfraktion gewandt. Er werde bei den Vorstandswahlen bei Kreisverband und Ortsverein Bad Dürrheim nicht wieder kandidieren, ließ Raschke über SPD-Regionalgeschäftsführer Markus Schupp mitteilen.
„Persönliche Umstände und zunehmende berufliche Belastung lassen es nicht mehr zu, meinen Ämtern in Kreisverband und Ortsverein im erforderlichen Maße nachzukommen. Konsequenzen daraus sind: Als Kreisvorsitzender werde ich mich nicht mehr zur Wahl stellen; Neuwahlen stehen in diesem Herbst an.
Das weitere Vorgehen können wir bei der Kreisvorstandssitzung am 10. Oktober 2012 besprechen. Mein Amt als Vorsitzender des Ortsvereins Bad Dürrheim werde ich entsprechend zur Verfügung stellen“, ist dem Schreiben, das den Genossen im Schwarzwald-Baar-Kreis zugegangen ist, zu entnehmen.
Wolfgang Karrer, einer der drei Stellvertreter Raschkes im SPD-Kreisvorstand, bedauert den Rückzug des Vorsitzenden: „Auch wenn offenbar gewisse Streitereien nach wie vor unterschwellig weiterköcheln, Andreas Raschke hat es mit seiner sachlichen und informativen Art geschafft, den Kreisverband in ruhigere Fahrwasser zu führen und die Sacharbeit wieder in den Vordergrund zu rücken.“
Er gehe davon aus, dass Raschke bei der Sitzung des Kreisvorstands am 10. Oktober präsent sein werde. Der Kreisvorstand sei mit den drei gewählten stellvertretenden Vorsitzenden in jedem Fall voll arbeitsfähig, betonte Karrer.
Bei ihrer heutigen Sitzung wollen die drei stellvertretenden Kreisvorsitzenden einen zumindest groben Fahrplan für die kommenden Wochen schmieden. „Ein Ziel sollte sein, die Jahreshauptversammlung noch im Oktober über die Bühne zu bekommen“, meinte Wolfgang Karrer. Bei der SPD stehen im Herbst auf Kreis- und Ortsverbandsebene Neuwahlen zum Vorstand an.
