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Nils Heckscher in Südafrika aufgestöbert

25.03.2006


Nils Heckscher ist der Sohn des Urgesteins der deutschen Fernsehunterhaltung, nämlich von Dieter Thomas Heck - der demnach auch ein gebürtiger "Heckscher" ist, und er ging 1976 im Triberger Schwarzwald-Gymnasium, das damals noch dem Internat angegliedert war, zur Schule. In diesem Jahr, genau 30 Jahre später, hat ihn Isolde Böhlefeld-Schwer ausfindig gemacht und ihn in Südafrikas Hauptstadt Kapstadt besucht.

"Es war ein tolles Wiedersehen, wenn auch die Zeit sehr knapp bemessen war", so die Tribergerin, die zusammen mit ihrem Mann beruflich in Südafrika zu tun hatte, wodurch dieser Besuch erst ermöglicht wurde.

Nils Heckscher betreibt dort unten ein Hotel, das ganz in der Nähe des "Kap der guten Hoffnung" gelegen ist. "Ein traumhaftes Stückchen Erde - ich kann ihn gut verstehen, dass er dort unten glücklich geworden ist", so Isolde Böhlefeld-Schwer. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, alte Klassenkameraden ausfindig zu machen. Für gewöhnlich plant und realisiert sie die Klassentreffen des Jahrgangs 62/63 an der Grundschule in Triberg. Dass ihr Nils Heckscher, der ja erst im Gymnasium zur Klasse hinzugestoßen war, über den Weg gelaufen ist, das war an sich mehr Zufall als Absicht.

Nils Heckscher war zu jener Zeit eigentlich im Internat Maria-Tann zwischen Unterkirnach und Villingen untergebracht. Als dieses zumachte, kam er nach Triberg. Dort hatten die Schüler des Internats und des Gymnasiums zusammen Unterricht, weshalb die Schüler des Jahrgangs 1962/63 plötzlich eine "kleine Berühmtheit" in ihren Reihe sitzen hatten. "Am Anfang war das schon ein merkwürdiges Gefühl", erinnert sich Isolde Böhlefeld-Schwer heute noch daran. "Doch nach einem halben Jahr war das zur Normalität geworden." Die Tribergerin weiß auch noch, dass Nils Heckscher nicht gerade der bravste Schüler war. "Oft musste ich mich neben ihn setzen, weil er und sein Tischnachbar unaufhörlich miteinander geredet haben", erzählt Isolde Böhlefeld-Schwer schmunzelnd. Nach intensiver Recherche hatte sie herausgefunden, welches Hotel in Kapstadt der Sohn von Dieter Thomas Heck betreibt. Sie hatte ihm zwei Bilder mitgebracht - eines vom Internat selbst, ein anderes von der damaligen Parallelklasse, der 6b. "Er hat sich unheimlich gefreut und viele der Schüler von damals gleich wieder erkannt", so die ehemaligen Klassenkameradin von Nils Heckscher. Ralf Nagel, Hans-Jörg Schwer und Klaus-Peter Leier sind darauf beispielsweise zu sehen. Auch einige Lehrer von damals sind dem Auswanderer heute noch in Erinnerung: Arnold Zitterbart, Hermann Liehl und Horst Weis waren zu jener Zeit schon am Gymnasium tätig. Nils Heckscher bat nun Isolde Böhlefeld-Schwer, sie möge doch nach weiteren Bilder aus jener Zeit recherchieren, da er kein Bild habe, auf dem er in jener Zeit zu sehen sei. Ihr Appell geht nun insbesondere an die Eltern der damaligen Mitschüler: "Vielleicht gibt es in den alten Fotoalben Bilder, auf denen Nils auch zu sehen ist. Er würde sich riesig darüber freuen", so Isolde Böhlefeld-Schwer. Wer etwas findet, solle sich doch mit der Tribergerin unter der Telefonnummer 07722/6932 in Verbindung setzen. Nils Heckscher würde es auch begrüßen, wenn er die Klassenkameraden von damals wieder einmal sehen würde. Die Fußballweltmeisterschaften im Jahr 2010, die ja zu einem Großteil auch in Kapstadt ausgetragen werden, wären dafür seiner Meinung nach ein idealer Zeitpunkt. "Er würde ein Sonderangebot in seinem Hotel arrangieren", so Isolde Böhlefeld-Schwer. Und wer weiß - vielleicht klappt es ja tatsächlich, dass sich der Jahrgang 1962/63 mal wieder zusammen findet.

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