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Schwarzwald-Baar-Kreis Neue Wege in die Erziehung

Eigentlich ist den Verantwortlichen in der Politik seit vielen Jahren bekannt, dass es zu einem gewaltigen Engpass in der professionellen Erziehung von Kindern und Jugendlichen kommen wird, und dass es gilt, neue Ideen und Anreize in der Ausbildung zu setzen. Krippen- und Kitaplätze wurden zugesagt und gesetzlich verankert, die Kosten hierfür auf die Gemeinden abgewälzt und dann abgewartet, wie die Dinge sich entwickeln.

Dem jetzt aktuellen Engpass zu begegnen und neue Ausbildungsgänge anzubieten sind zwei im Schwarzwald-Baar-Kreis beheimatete Schulen angetreten, die im Wettbewerb zueinander stehen, aber auch einiges gemeinsam haben. Etwa die Möglichkeit, eine fundierte Ausbildung auf dem Gebiet der Sozialpädagogik anzubieten.

Das Villinger Bildungszentrum Albert-Schweitzer-Schule bietet jetzt eine dreijährige, praxisintegrierte Ausbildung zum/zur Erzieher/in an, die mit einer Ausbildungsvergütung gekoppelt ist. Das macht diesen Ausbildungweg für Neueinsteiger ebenso wie für ältere Berufsquereinsteiger interessant. An der Fachschule für Sozialpädagogik findet an drei Tagen pro Woche der Unterricht statt, der durch zwei Tage Praxis an einer entsprechenden Einrichtung komplettiert wird. Ein Ausbildungsvertrag zwischen dem Träger der Ausbildungsstelle und dem Auszubildenden sind ebenso Bedingung, wie die Freistellung des Auszubildenden für sechs Wochen Fremdpraktikum. Man wolle mit diesem Ausbildungsgang ganz bewusst auch berufsfremden Einsteigern eine neue Perspektive bieten, erläutert Schulleiterin Barbara Hendricks-Kaiser den neuen Ansatz. Beginnen soll der neue Ausbildungsgang bereits im September 2013.

Die Zinzendorfschule in Königsfeld unterhält eine Fachschule für Sozialwesen, an der ab sofort Erzieher und Erzieherinnen mit Schwerpunkt in der Jugend- und Heimerziehung ausgebildet werden. Dieser Ausbildungsgang ist, anders als die praxisintegrierte Ausbildung an der Villinger Schule, auf zwei Jahre angelegt und wird in Vollzeit gelehrt. Die Schwerpunkte der Ausbildung liegen bei den Zinzendorfschulen auf einem interreligiösem Dialog, auf den Themen Inklusion und Heilpädagogik und im Bereich musisch-kreatives Arbeiten. Auch diese Ausbildung bietet sich an für Quereinsteiger, die in aller Regel einige Jahre Lebenserfahrung mitbringen und den Anforderungen dieses Berufs dadurch eher gewachsen sind, wirbt Schulleiter Rainer Wittmann für diese Möglichkeit.

Die beiden Angebote stellen ein Novum dar, vergleichbare Ausbildungsgänge konnte in der Vergangenheit keine der im Kreisgebiet beheimateten Schulen bieten.

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