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10.04.2012  |  von  |  0 Kommentare

Schwarzwald-Baar-Kreis Kein Neubau für Polizei-Zentrale

Schwarzwald-Baar-Kreis -  Von einem konkreten Neubaubedarf für das künftige Polizeipräsidium in Tuttlingen ist der Stadtverwaltung Tuttlingen nichts bekannt. Das hat ein Sprecher der Stadt auf Anfrage des SÜDKURIER jetzt eingeräumt.
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Redakteur Villingen-Schwenningen

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Zugleich hat das Landesinnenministerium auf Anfrage betont, dass das Land keine Absicht habe, in Tuttlingen neue Dienstgebäude für die Polizei zu errichten. Damit dürfte ein wesentlicher Streitpunkt rund um die Standortentscheidung für Tuttlingen ausgeräumt sein.

Die Neubaufrage hatte gerade in Villingen-Schwenningen einige Irritationen ausgelöst, nachdem das Oberzentrum beim Präsidiumszuschlag den Kürzeren gezogen hatte. Für Neubauten hätte es schließlich auch in Villingen-Schwenningen Möglichkeiten gegeben, angefangen bei der erweiterungsfähigen Polizeidirektion in VS-Villingen, zu der auch ein großes landeseigenes Grundstück gehört.

Zum Hintergrund: Das Land hatte vor der Standortauswahl betont, dass es bei der Einrichtung der neuen Präsidien möglichst sparsam vorgehen und auf Neubauten verzichten wolle. Die vorhandenen Landesliegenschaften sollten einfach nur anders genutzt werden. Am 27. März verkündete das Ministerium dann, dass im noch sehr neuen Gebäude der bisherigen Polizeidirektion Tuttlingen eines der neuen Präsidien untergebracht werden solle.

Umso mehr ließ daher eine Pressemitteilung aufhorchen, mit der sich am selben Tage die Stadt Tuttlingen erfreut zu Wort meldete. Darin stand unter anderem: „Für die Stadt bedeutet dies vor allem, dass sie in enger Absprache mit der Polizei nach Flächen suchen muss, wo die künftigen Dienstgebäude entstehen können. „Mit dem Leiter der Polizeidirektion, Ralf Thimm, stehe ich hier bereits in engem Kontakt“, wird Tuttlingens OB Michael Beck darin wörtlich zitiert.

Offensichtlich war dies aber in der Freude über den Zuschlag für Tuttlingen etwas voreilig formuliert: Der Stadtverwaltung lägen vom Land „keine konkreten Anfragen vor“, räumte ein Stadtsprecher nun ein. Mit Blick auf die bestehenden Räumlichkeiten sagte er: „Wir gingen davon aus, dass nicht alle Dienststellen dort untergebracht werden können.“ Man wolle einfach signalisieren, dass man bereitstünde, falls Bedarf bestehen solle.

Zudem war die Pressemitteilung auch mit Blick auf die Tuttlinger Feuerwehr verfasst worden: Die hofft nämlich, auf einem Gelände neben der Polizeidirektion eine neue Feuerwache gebaut zu bekommen. Da wollte die Tuttlinger Stadtverwaltung schnell möglichen Sorgen entgegentreten, dass das Feuerwehrprojekt gegenüber einem Ausbau der Polizei das Nachsehen haben würde – und zeigen, dass sie der Polizei gegebenenfalls auch andere Grundstücke anbieten würde.

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