Mein

Schwarzwald-Baar-Kreis Großer Bahnhof für den Europameister

11.02.2012


Andreas Fichter ist Zimmerer-Europameister. Damit stellt die Region Schwarzwald-Baar den ersten deutschen Titelträger

Gleich zwei Mal sicherte sich Andreas Fichter aus Peterzell bei den Europameisterschaften der Zimmerer den Titel. Den Einzelwettbewerb entschied er ebenso souverän für sich wie – zusammen mit seinen Teamkollegen York Niklas Petersen aus Flensburg und Christopher Haug aus Rettersheim – die Mannschaftswertung. Der 19-Jährige ist damit der erste deutsche Zimmerer-Europameister. Im Rahmen einer Feierstunde gratulierten gestern Vertreter des Handwerks, der Gewerblichen Schulen und der Stadt Donaueschingen dem frischgebackenen Titelträger.

„Andreas Fichter und die Zimmerer-Nationalmannschaft haben bei der Europameisterschaft ein großartiges Ergebnis erzielt. Dies ist gleichzeitig ein Beleg für die Spitzenleistungen des deutschen Zimmerer- und Holzbaugewerbes“, betonte Michael Hafner, Verbandsdirektor von Holzbau Baden und Geschäftsführer des Berufsförderungswerks der Südbadischen Bauwirtschaft. „Mit der Nationalmannschaft und ihrem Erfolg möchten wir für den Zimmererberuf werben, der wegen seiner Vielseitigkeit und der guten beruflichen Entwicklungschancen für Nachwuchskräfte sehr attraktiv ist“, so Hafner. Fichters Erfolg sei ein eindrucksvoller Beleg für die hohe Qualität der Handwerksausbildung in der Region, betonten Johannes Fischer, stellvertretender Donaueschinger Bürgermeister, und Gerhard Gaiser, Leiter der Gewerblichen Schulen Donaueschingen, sowie der Präsident der Handwerkskammer Konstanz, Gotthard Reiner.

Gerhard Heinzmann, Obermeister der Zimmerer-Innung Schwarzwald-Baar, zog seinen Hut vor der Spitzenleistung seines jungen Kollegen. In einem launig geführten Gespräch mit Andreas Fichter ließ er den beruflichen und persönlichen Werdegang des Europameisters Revue passieren und führte die Stationen auf dem Weg zur Europameisterschaft sowie den Verlauf und die Atmosphäre des internationalen Wettbewerbs lebendig vor Augen. Fichter selbst zeigte bei dem Ehrungsmarathon, dass er nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen ist und lies trockenen Humor aufblitzen. „Ruhig bleiben, in sechs Stunden ist es vorbei“, meinte er auf Heinzmanns Frage, welchen Tipp er für die Zimmerer-Lehrlinge mit Blick auf deren Gesellenprüfung habe.

Andreas Fichter ging bei der Zimmerei Fichter in Königsfeld in die Lehre. Dort ist er heute noch beschäftigt, der Betrieb stellt ihn für Lehrgänge und Showwettkämpfe der Zimmerer-Nationalmannschaft frei. Seine praktische überbetriebliche Ausbildung absolvierte Fichter am Ausbildungszentrum Bau und besuchte die Berufsschule in Donaueschingen.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln