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Schwarzwald-Baar-Kreis Endspurt um Zukunft der Rottweiler Kliniken

Kreis Rottweil -Vor der Sitzung des Rottweiler Kreistages am kommenden Montag über die Zukunft der beidne Krankenhäuser des Landkreises Rottweil („Gesundheitszentren“) in Rottweil und Schramberg steigt die Spannung. Hinter den Kulissen werden offenbar Bündnisse geschmiedet und die Kreisräte bearbeitet.Gestern gegen 11.30 Uhr erreichte die Rottweiler Kreisräte eine gemeinsame Erklärung der Klinikleitung.

Darin heißt es unter anderem, dass das strukturierte Bieterverfahren, welches der Kreistag in seiner Sitzung am 20. September 2010 auf den Weg gebracht habe, laut Zeitplan Ende Februar zum Abschluss gebracht werden sollte. Und weiter: „Die aktuelle Diskussion in der Öffentlichkeit und die damit verbundene möglich Entwicklung des Gesundheitswesens im Landkreis Rottweil wird von der Klinikleitung mit zunehmender Sorge gesehen.“

Die Diskussion in der Öffentlichkeit schade momentan dem Ansehen der beiden Häuser in Schramberg und Rottweil und damit auch der Belegung. Dies könne in einem Einbruch der Fallzahlen und damit auch der Erlöse festgestellt werden und habe sich im Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 bereits niedergeschlagen.

Die Entscheidung für einen der beiden privaten Klinikbetreiber habe für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitreichende Folgen. Derzeit beobachte man verstärkt die Anforderung von Zwischenzeugnissen bis hin zur offenen Diskussion von Abwanderungen unmittelbar nach der Entscheidung. Aufgrund der aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt sei dies sowohl im Pflegebereich wie auch im ärztlichen Bereich ein realistisches Szenario.

Weiter hieß es in dem Schreiben: „Sollte vom Kreistag in seiner Sitzung am 28. Februar, aus welchen Gründen auch immer, keine Entscheidung getroffen werden, so sehen wir die Gefahr, dass die Leistungsfähigkeit an einem oder an beiden Standorten nicht mehr in vollem Umfang vorgehalten werden kann. Die Organisationsverantwortung erfordert es dann, entsprechende Maßnahmen einzuleiten.“ Die Leistungseinschränkung werde dann voraussichtlich stufenweise in Abhängigkeit des möglichen Personaleinsatzes vorgenommen werden müssen und betreffe insbesondere die Schließung von Betten in den Funktionsbereichen (insbesondere Intensivstation und Aufwachraum) und damit einhergehend die Reduzierung der OP-Kapazitäten der „Gesundheitszentren“.

Die Mitglieder Klinikleitung weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Maßnahmen Rottweil und Schramberg betreffen könnten. Welche Maßnahmen an welchem Standort getroffen werden müssten, würden Geschäftsführung und medizinische Klinikleitung gemeinsam entscheiden und sich dabei nur an der Aufrechterhaltung der Leistungsbereitschaft zum Wohle der Patienten orientieren.

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