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Villingen-Schwenningen (coh) Mit einem Eklat und zunächst ausgesprochenen Hausverboten endete eine Protestaktion von Mitgliedern des Bildungsstreikbündnisses an der Dualen Hochschule (der früheren Berufsakademie) in Villingen-Schwenningen am vergangenen Mittwoch.

Die Studenten wollten mit der Aktion zur Teilnahme am bundesweiten Bildungsstreik am 9. Juni aufrufen und zum Mitorganisieren dieses Bildungsstreiks am Montag, 7. Juni, aufrufen, teilte das Bündnis mit.

Nach Angaben von Mitorganisator Daniel Weindel verkleidten sich die Aktivisten als „Bildungsmafiosi“ und störten Vorlesungen für kurze Zeit. Hierbei wiesen die Aktivisten sowohl mündlich als auch durch Handzettel auf das Planungstreffen am 7. Juni sowie den Bildungsstreik am 9. Juni hin. Ziel der Streikaktion ist unter anderem die Abschaffung der Studiengebühren und ein Ersatz des dreigliedrigen Schulsystems durch integrative Gesamtschulen.

Nach Einschätzung der Teilnehmer an der Aktion verlief diese positiv, auch wenn der geplante Streik vor allem an den Fakultäten für Wirtschaft und Wirtschaftsinformatik nicht auf die gleiche Resonanz wie bei denen für Soziale Arbeit und Sozialwirtschaft stieß.

An der zuletzt besuchten Wirtschaftsfakultät kam es dann auch zum Eklat, als eine Kommilitonin, die wohl aus der Region um Winnenden stammt, sich an den dortigen Amoklauf erinnert fühlte und scheinbar die Verwaltungsleitung informierte. Für dieses Missverständnis entschuldigten sich die teilnehmenden Aktivisten; eine solche Assoziation sei keinesfalls beabsichtigt gewesen. Die anschließende Reaktion der Dualen Hochschule, nämlich das Aussprechen eines Hausverbotes und das sofortige Fotografieren der an der Aktion teilnehmenden Studenten, „entbehren aus unserer Sicht allerdings jeglicher Rechtfertigung“, so Weindel weiter.

Zum einen hätten die Aktivisten durch das Rufen der Worte: „Hände hoch Bildungsüberfall“ beziehungsweise „Achtung Bildungsmafia“ zur Eröffnung der Flyerverteilung aus ihrer Sicht deutlich, dass keineswegs ein Amoklauf vorliege. Zum anderen seien auch keine Spielzeugschusswaffen oder ähnliches mitgeführt worden.

„Uns erscheint dies vielmehr als willkommener Vorwand, die für die Leitung der Dualen Hochschule unliebsame Aktion vorzeitig zu beenden“, glaubt Weindel. Zwar seien die Fotos nach längerer Diskussion mit dem Verwaltungsleiter gelöscht und das Hausverbot zurückgenommen worden. Jedoch habe man von den Aktivisten verlangt, den Charakter ihrer Aktion derartig zu verändern, dass an eine weitere Durchführung nicht mehr zu denken gewesen sei.

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