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Schwarzwald-Baar-Kreis Ein Hüfinger organisiert die neue Polizei-Zentrale

29.03.2012
Schwarzwald-Baar-Kreis -  Leitender Kriminaldirektor Ulrich Schwarz baut das künftige Polizeipräsidium Tuttlingen auf – und könnte dessen erster Chef werden

Ulrich Schwarz  Bild: PD Konstanz

Alexander Pick  Bild: Hellweg

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Ulrich Schwarz hat beste Chancen, der erste Chef des künftigen Polizeipräsidiums Tuttlingen und damit oberster Polizist für die fünf Landkreise Schwarzwald-Baar, Tuttlingen, Rottweil, Zollernalbkreis und Freudenstadt zu werden. Der 57-jährige Leitende Kriminaldirektor und derzeitige Leiter der Polizeidirektion Konstanz ist von Innenminister Reinhold Gall zum Projektverantwortlichen für den Aufbau des Präsidiums ernannt worden.

Auch wenn die Standortentscheidung fürs Präsidium stark kritisiert wird: Immerhin übernimmt damit ein Mann aus der Region die zentrale Aufgabe, aus den bisher fünf Polizeidirektionen eine neue Organisationsstruktur zu formen, die den Polizeirevieren mehr Personal zukommen lassen soll.

Denn Ulrich Schwarz kennt sich hier bestens aus: Er ist in Hüfingen geboren, in Hüfingen (und Gutmadingen) aufgewachsen, ging in Hüfingen auf die Grundschule, dann auf die Realschulen in Blumberg und Immendingen, anschließend aufs Wirtschaftsgymnasium in Singen.

Auch seine berufliche Karriere ist eng mit der Region verbunden: Seine beruflichen Stationen bei der Polizei führten von Konstanz (1974 bis 78; Ausbildung zum Kriminalkommissar) über Tuttlingen (1978 bis 81; unter anderem Kripo-Dezernatsleiter) und Konstanz (1981 bis 86, Leiter Rauschgiftdezernat) nach Freiburg (1986 bis 89; Ausbildung für den höheren Kriminaldienst). Nach verschiedenen Verwendungen beim Landeskriminalamt kam Ulrich Schwarz nach Villingen-Schwenningen: Hier war er von 1994 bis 2000 Dozent für Kriminalistik an der Hochschule für Polizei und wohnte privat in Dauchingen. Nach zwei Jahren als Stellvertreter des Polizeidirektors in Freiburg übernahm Schwarz 2002 die Leitung der Polizeidirektion Konstanz. Seit 2003 lebt er in Radolfzell.

Ebenfalls sehr gute Chancen auf den Chefposten eines Polizeipräsidiums hat der Rektor der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen, Alexander Pick. Auch er wurde vom Innenminister zum Projektverantwortlichen ernannt, in diesem Falle für den Aufbau des neuen landesweiten Präsidiums für Ausbildung und Personalgewinnung. Dieses soll wie berichtet am Standort der Hochschule errichtet werden. Offen ist aber noch, ob damit auch mehr Aufgaben und Beschäftigte ins Oberzentrum kommen.

Pick sagte gestern auf Anfrage: „Die Frage des Zuwachses an Personal und Sachgebieten lässt sich in diesem frühen Stadium noch nicht klären“. Klar sei, dass die Hochschule für Polizei an ihrer Kapazitätsgrenze arbeite und voll ausgelastet sei. Klar sei ebenfalls, dass sich auch in Zukunft nichts an der Autonomie der Hochschule ändere. Da sich Alexander Pick in den kommenden Monaten voll dem Aufbau des neuen Präsidiums widmen muss, wird sein Prorektor weitgehend die Führung der Hochschule übernehmen.

Villingen-Schwenningen kann es als Gewinn betrachten, dass das Markenzeichen Hochschule für Polizei erhalten und weiter gefördert wird“, so Pick. Darüber hinaus sei es ein enorm komplexer Prozess, acht bislang selbstständige Einheiten in vier Einheiten unter dem Dach des neuen Präsidiums zusammenzufassen. Es gehe um eine gewaltige Größenordnung an Personal und Bildungsinfrastruktur. Anfang 2013 werde die Organisation entstehen, die Umsetzung müsse allerdings schrittweise passieren.

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