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11.04.2012  |  von  |  0 Kommentare

Schwarzwald-Baar-Kreis Ansprüche auf neue Zentrale für die Verkehrspolizei

Schwarzwald-Baar-Kreis -  Im Zuge der Polizeireform ist jetzt offenkundig der nächste Standortwettbewerb angelaufen: Es geht darum, wo künftig die regionale Verkehrspolizeidirektion platziert wird. Nachdem es vor Wochen schon Avancen aus Rottweil gegeben haben soll, richtet nun der Schonacher CDU-Landtagsabgeordnete Karl Rombach in einem Brief einen Appell an Innenminister Reinhold Gall (SPD), diese Einrichtung in Villingen-Schwenningen anzusiedeln.Rombach verweist in seinem Brief an den Innenminister nun darauf, dass es in seinem Wahlkreis die Sorge gebe, „ob neben dem Verlust des Präsidiums auch bei der Auswahl des Standortes für die Verkehrspolizeidirektion Villingen-Schwenningen erneut nicht berücksichtigt wird“.Der Abgeordnete bittet Gall daher, „bei dieser anstehenden Entscheidung die oberzentrale Bedeutung von Villingen-Schwenningen entsprechend zu gewichten und auch die günstige Verkehrsanbindung für den Bereich des Polizeipräsidiums Tuttlingen in die Standortwahl einfließen zu lassen“. Nicht zuletzt unterstreicht Rombach die „überwiegend positive Einstellung der Bevölkerung zu den bisherigen Einrichtungen der Polizei“. Rombach: „Ich möchte deshalb nochmals eindringlich an Sie appellieren, die Verkehrspolizeidirektion in Villingen–Schwenningen einzurichten!“Bereits vor dem 27. März hat Medienberichten zufolge aber auch der Rottweiler OB Ralf Broß den Innenminister auf einen anderen möglichen Standort aufmerksam gemacht, der sich für eine Verkehrspolizeidirektion eignen könnte: das bisherige Autobahnpolizeirevier in Zimmern ob Rottweil.

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Redakteur Villingen-Schwenningen

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Erst 2006 erweitert, sind dessen Beamte bereits heute für die Autobahn A 81 zwischen Rottenburg und Bad Dürrheim zuständig. Der Aktionsradius ließe sich Richtung Norden noch ausbauen.

Unterdessen sorgt sich Rombach auch, wie die Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen ins künftige landesweite Präsidium Bildung und Personalbeschaffung integriert wird. Dieses soll ja in Villingen-Schwenningen seinen Sitz erhalten. Da wäre zum einen die Frage, was diese Grundsatzentscheidung der Landesregierung nun konkret für das Oberzentrum eigentlich bedeutet. „Insbesondere geht es mir um verlässliche Angaben über die Personalausstattung des neuen Präsidiums und über den vorgesehenen innerstädtischen Standort. Wird das Präsidium an der Polizeihochschule angegliedert oder im bisherigen Präsidium untergebracht?“, fragt Rombach den Minister.

Darüberhinaus möchte Rombach mehr Informationen über die organisatorischen Umstellungen. Denn die Polizeihochschule sei bisher weitgehend autonom, doch es gebe vor Ort Sorgen, ob es in der künftigen Struktur dabei bliebe, wenn diese Einrichtung in das neue Bildungspräsidium integriert und der neue Polizeipräsident zugleich Hochschulrektor werde. Nach Einschätzung von Ulrich Stephan, einem pensionierten Professor der Polizeihochschule, käme dies „einer Abschaffung der Polizeihochschule gleich“, zitiert Rombach den früheren Dekan.

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