Das vielfältige Programm mit Zeltmusikabenden, einem Agrarfeldtag, Festgottesdienst und Festumzug, der Prämierung der Festwagen und Auftritten kommunaler und landespolitischer Prominenz ist ein Beliebter Treffpunkt für die Bevölkerung.
Bei zwei Zeltfestabenden kam die ältere wie die jüngere Generation auf ihre Kosten. Bereits am Freitagabend stimmte die Joe-Williams-Band mit ihrer bayrischen Bierzeltgaudi auf das Festwochenende ein. Bei der SWR1-Disko begeisterte die SWR1-Band mit DJ Maik Schrieber am Samstagabend mit den „Größten Hits aller Zeiten“. Gleichzeitig konnte man sich im Barzelt von DJ Borni unterhalten lassen.
Im Festgottesdienst am Sonntagmorgen bestimmten die Trachten der Landjugendmitglieder und 30 Ministranten das schöne Bild in der Pfarrkirche St. Blasius. Mit der Geschichte vom reichen Kornbauern stellte Pfarrer Don Marko den Erntedank in den Mittelpunkt und das Bedenken, dass Nahrungsmittelproduktion mehr ist als Technik und Pflanzenschutz, dass Säen und Ernten keine Selbstverständlichkeit sind, dass Wachsen und Gedeihen in der Hand eines Höheren Wesens stehen. Mitgestaltet wurde der Gottesdienst von der Landjugend und dem Kirchenchor.
„Wir bewegen uns in der Schöpfung und mit der Schöpfung“, führte der neue Landrat und Schirmherr der Landjugend, Sven Hinterseh, beim Empfang zum Kreiserntedankfest 2012 das Predigtthema weiter und erinnerte an den Hunger in der Welt. Zu den Früchten der Vernunft gehöre nun auch das Ringen um den richtigen Weg zwischen Tank und Teller. Bei seinem ersten Auftritt als neuer Schirmherr würdigte Hinterseh die Landjugend als wichtige Organisation und das Kreiserntedankfest als Megaevent der Region. Eingeladen von Oberbürgermeister Thorsten Frei und Ortsvorsteher Karlheinz Bäurer als Gastgeber, gab sich kommunal- und landespolitische Prominenz am Sonntagmorgen im Aasener Dreschschuppen ein Stelldichein, das die beiden Landjugendkreisvorstände Benjamin Glunk und Marion Jeronutti moderierten. Dabei würdigte Oberbürgremeister Thorsten Frei das Kreiserntedankfest in Aasen als „ganz eigenen Beitrag der Landjugendortsgruppe zu den diesjährigen Heimattagen im Städtedreieck Donaueschingen-Hüfingen-Bräunlingen.“ Beim Agrarfeldtag war bereits am Samstag beeindruckende Technik zu erleben. Neben dem Festgelände führten 30 Aussteller modernste Landtechnik namhafter Hersteller vor. Organisiert wurde der Agrarfeldtag von Marc Rothweiler und Patrick Schnekenburger gemeinsam mit dem langjährigen Leiter des Maschinenrings Schwarzwald-Baar, Klaus Hall.
Der Festbetrieb im Gewann obere Wiesen mutete wie ein kleines Oktoberfest an. Neben dem bunt dekorierten Festzelt sorgte im riesigen Küchenzelt eine ganze Mannschaft für das leibliche Wohl der mutmaßlich über 20 000 Besucher. Viel Lob gab es im Verlauf des Festes für die Landjugendortsgruppe Aasen/Heidenhofen, die die Organisation des Kreiserntedankfestes 2012 übernommen hatte. Tatkräftig unterstützt wurden die gut 20 aktiven Mitglieder mit ihren Vorstandsvorsitzenden Jürgen Bäurer und Alina Maus von allen acht Aasener Vereinen, die ganze Arbeitsbereiche eigenverantwortlich übernommen hatten.
Der Festumzug ist der Höhepunkt der Kreiserntedankfeste. In diesem Jahr hatten neun Landjugendortsgruppen einen Festwagen gebaut. Für das auf unterschiedliche und phantasievolle Weise gestaltete Thema „Hightech statt Handarbeit“ gab es auf dem Weg durch Aasen immer wieder viel Beifall. Diesmal ging es unter anderem um Lebensmittelverschwendung und Hunger, Massentierhaltung, Technisierung der Landwirtschaft und Verschuldung.
Im SÜDKURIER-Themenpaket finden Sie alle Artikel, Bilder und Videos zum jährlich stattfindenden Kreiserntedankfest der Landjugend im Schwarzwald-Baar-Kreis.
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