Stadtwerke Schramberg fordern ihre Kunden zum Gas-Sparen auf: Versorgung wegen Tiefsttemperaturen derzeit an Kapazitätsgrenze
„Die Situation ist angespannt“, warnen die Stadtwerke Schramberg: „Aufgrund des ungewöhnlichen Kälteeinbruchs kommt es inzwischen zu ersten Engpässen bei der Gasversorgung, denn die Lieferanten der Stadtwerke Schramberg stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen“. Stadtwerkechef Peter Kälble reagiert: „Wir müssen unsere Kunden bitten, trotz der extremen Kälte die Raumtemperatur etwas abzusenken“. Das betreffe sowohl Privathaushalte als auch die hiesigen Industrie- und Gewerbebetriebe: „Durch diese Maßnahme reduziert sich der Gasverbrauch, was zu einer leichten Entspannung führen soll“. Grund zur Sorge bestehe allerdings nicht, so Kälble in der Mitteilung der Stadtwerke: „Die Versorgung ist nicht unsicher, aber sie ist angespannt.“ Deshalb habe die Gasversorgung Süddeutschland, die auch die Stadtwerke Schramberg beliefere, ihre Kunden aufgefordert, nach kurzfristigen Einsparmöglichkeiten zu suchen.
Seit Tagen schon herrsche auch im Raum Schramberg Dauerfrost – im Tagesmittel lag die Temperatur am Sonntag bei minus 15,94 Grad und am Samstag bei minus 15,66 Grad. „Solche Werte sind schon außergewöhnlich, das habe ich bislang nicht erlebt“, wird Peter Kälble zitiert.
Dadurch steige der Verbrauch an Erdgas erheblich und die Stadtwerke fahren an der Kapazitätsgrenze. Und dies, obwohl die Gaswirtschaft in Deutschland über das größte Speichervolumen für Erdgas in der Europäischen Union verfügt und somit auf große Reserven zurückgreifen kann. Die 47 deutschen Untertage-Gasspeicher an 40 Standorten können gut 21 Milliarden Kubikmeter aufnehmen, der darin gelagerte Vorrat deckt rund ein Viertel des deutschen Jahresbedarfs an Erdgas.
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