Schonach Klares Ja zu Ringwald-Plänen
Einer interessierten Öffentlichkeit im besten Licht gezeigt werden auch die in Bronze gegossenen Portraits von Charakterköpfen, die es Klaus Ringwald (Bild) besonders angetan haben. Bild: Bild: SK-Archiv
Deren Gemeinderäte gaben ohne Gegenstimme oder Enthaltung einmütig ihr Einvernehmen zu den für das private Museum gewünschten Befreiungen. Jetzt ist das Landratsamt als untere Baubehörde am Zug: Die Behörde allein entscheidet letztlich, ob das auf einer Grundfläche von 14 auf 20 Meter große Bauwerk angebaut werden darf.
Ungewöhnlich dann auch gleich nach der Abstimmung die mit Zustimmung der Gemeinderäte gegebene Empfehlung von Kreisrat und Bürgermeister Jörg Frey, dass man den Bauherrn möglichst keine Hindernisse mehr in den Weg legen solle. Immerhin hatte die Ringwald – Stiftung ihren im November vergangenen Jahres vorgelegten Bauantrag auf ausdrücklichen Wunsch des Künstlers und auch des Schonacher Gemeinderats gehörig zurückgestutzt.
Ringwald habe statt ursprünglich vorgesehenen vier talseitigen Geschossen nur noch drei verwirklichen wollen, die Firsthöhe des Gebäudes ist mit Rücksicht auf den Nachbarbau um immerhin 3,50 Meter niedriger angesetzt als ursprünglich geplant und damit nur etwa 2,50 Meter höher als das schon bestehende Atelier, wie Bürgermeister Jörg Frey erläuterte. Die Südseite des Gebäudes wurde auf einer Länge von 7,50 Meter um etwa 1,24 Meter eingerückt, um „die Besonnung des Nachbargebäudes zu gewährleisten“, wie Jörg Frey berichtete.
So habe es „eine gewisse Annäherung und Tolerierung“ beim Widerspruch zwischen den Nachbarn gegeben, die letztlich zu der Abänderung des Baugesuchs führte. „Wir sehen jetzt die große Chance, dass die künstlerischen Werte in der Heimatgebäude von Professor Ringwald bleiben können“, formulierte der erfreute Schonacher Schultes.
Die Klaus-Ringwald-Stiftung möchte die zum ursprünglichen Baugesuch fehlende Ausstellungsfläche in einem zweiten Gebäude auf der Ostseite des am Alfred-Fendel-Weg gelegenen Grundstücks errichten. Auch hier gaben die Gemeinderäte einmütig grünes Licht, den Babauungsplan in östlicher Richtung zu erweitern.
Für die CDU-Fraktion nannte Silke Burger das Museum „eine Bereicherung für uns in Schonach“. Ihre Fraktion freue sich darüber, dass eine Annäherung zwischen den Nachbarn möglich gewesen sei. SPD-Fraktionssprecherin Karin Binkert-Hörmann sah bei der Ringwald-Stiftung ein „deutliches Entgegenkommen“ und ihr Kollege Helmut Kienzler von den Freien Wählern betonte für seine Fraktion , man werde dem Baugesuch zustimmen.
